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Wozu Stadt?
Medien und Formate der Stadtvermittlung

„Stadt ist die intelligenteste Form menschlichen Zusammenlebens“ – sagt wer, die ExpertInnen, die Politik oder auch die BewohnerInnen, die noch immer scharenweise in den Speckgürtel wandern? Was ist eigentlich eine Stadt, wozu brauchen wir sie und braucht die Stadt uns? Eine neue Planungskultur, die Stadt nicht als Produkt sondern als Prozess versteht, an dem viele AkteurInnen beteiligt sind, braucht innovative Formen der Kommunikation.

Wozu Stadt? <br>Medien und Formate der Stadtvermittlung

Kommunikation und Vermittlung haben immer eine wichtige Rolle in Architektur und Raumplanung gespielt. In den letzten Jahren ist jedoch eine zunehmende Verschiebung der Berufsfelder in eine kommunikative Richtung zu beobachten. Erleben wir einen „communicative turn“ in den Planungsdisziplinen? Vorbei ist die Zeit als Planung hinter verschlossenen Türen ablief und erst das Endergebnis kommuniziert wurde. Die Forderungen nach Transparenz und Mitsprache werden immer lauter. Mit welchen Instrumenten kann und soll die Planung kommunizieren? Wie kann sie in der Konkurrenz der medialen Bildwelten bestehen? Wie kann sie überzeugende Bilder produzieren ohne die Offenheit des Planungsprozesses zu gefährden? Welche kommunikativen Instrumente unterstützen die Vorstellungskraft und die Teilhabe, welche produzieren nur Spektakel? Im Rahmen des Moduls findet eine kritische Auseinandersetzung mit Vermittlungsformaten in der Architektur und Raumplanung statt. Ein besonders Augenmerk gilt dabei der Vermittlung von urbanen Themen. Welche aktuelle Tendenzen in Kommunikation und Vermittlung gibt es und wie beeinflussen sie wiederum die Praxis der Planung? Braucht eine neue Kommunikationskultur eine andere Planungskultur?

Blog der LVA Wozu Stadt ?!

Startseite des Blogs “Wozu Stadt?!”

Im Rahmen der studienrichtungsübergreifende Lehrveranstaltung entstanden sechs Projekte, die sich auf unterschiedlicher Art dem Thema Vermittlung von „Stadt“ widmen. Dabei galt es sowohl zu klären, welche Zielgruppen Stadtvermittlung haben kann, welches Bild von Stadt kommuniziert werden soll und welche Formate dafür entwickelt werden können. Schnell rieben sich die Studierenden an den unterschiedlichen, oft kontroversen Vorstellungen von Stadt innerhalb der einzelnen Arbeitsgruppen. Wer macht die Stadt und wem gehört die Stadt? Wessen Stadt soll kommuniziert werden? Und welche Rolle übernehme ich als PlanerIn in der Kommunikation von Stadt? In einem zweiten Schritt ging es darum entlang von Case Studies innovative Vermittlungsformate für die eigenen Perspektiven zu finden? Zentral war dabei die Frage, wie die Kommunikation bidirektional gestaltet werden kann. Welche kommunikativen Instrumente unterstützen die Vorstellungskraft und die Teilhabe, welche produzieren nur Spektakel? Schritt für Schritt näherten sich die einzelnen Gruppen dieser komplexen Aufgabenstellung. Teil des Prozesses war die eigenständige Konzeption und Umsetzung von Veranstaltungen mit StadtforscherInnen und KommunikationsexpertInnen durch die Studierenden. Begleitet von intensiven Debatten entstanden Filme, Brett- und Onlinespiele, ein Toolkit zur Förderung guter Nachbarschaft und ein Ausstellungskonzept, das Universität und Stadt intensiv vernetzt. Weitere Informationen über die einzelne Schritte der Umsetzung sowie die Projekte finden Sie unter folgendem Link.

Blog der Lehrveranstaltung Wozu Stadt?!