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Karls Garten wächst.

Karls Garten ist ein Schau- und Forschungsgarten für urbane Landwirtschaft auf einer etwa 2000 qm großen Fläche rund um die Kunsthalle Wien am Karlsplatz. Neben über 50 Obst-, Gemüse- und Getreidesorten ergänzen zudem auch Bienen, Schnecken und Insekten den Schaugarten.

Karls Garten wächst.

Karls Garten ist ein Schau- und Forschungsgarten für urbane Landwirtschaft auf einer etwa 2000 qm großen Fläche rund um die Kunsthalle Wien am Karlsplatz. Neben über 50 Obst-, Gemüse- und Getreidesorten ergänzen zudem auch Bienen, Schnecken und Insekten den Schaugarten.

Der gemeinnützige Verein Karls Garten, gegründet von Simone Rongitsch und Sebastian Zeddel, baut dabei nicht einfach nur Gemüse an, sondern fördert durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Veranstaltungen, Workshops sowie Führungen vor Ort die Bewusstseinsbildung für städtische Nahrungsmittelproduktion. In Kooperation mit dem Institut für Ingenieursbiologie und Landschaftsbau der BOKU Wien wird untersucht, welche Anbaumethoden sowie Pflanzen sich für exponierte Stadtlagen wie den Karlsplatz besonders gut eignen.

Das Projekt wird von sechs StudentInnen aus unterschiedlichen Studienrichtungen wissenschaftlich begleitet, wobei drei von ihnen ihre Master- bzw. Diplomarbeit zum Thema Urban Gardening an der Technischen Universität schreiben.

Die Architekturstudentin Davida Eder geht der Frage nach, ob es möglich ist als Stadtbewohner von Wien, sich weitgehend selbstversorgen zu können. Was genau ist dazu nötig und wie kommt man zu einer entsprechenden Fläche, um sein eigenes Gemüse wieder anbauen zu können? Hierzu wird mit den zuständigen Magistraten ein Konzept erarbeitet, welches einen schnelleren Zugang zu seinem eigenen „Stückchen Erde“ ermöglichen soll.

Eine Bestandsaufnahme aller Grünflächen soll Aufschluss darüber geben, ob Wien genügend Fläche hat, um allen Bewohnern eine „produktive Stadtlandschaft“ zur Verfügung zu stellen.

Marlies Fellinger von der Studienrichtung Raumplanung stellt sich der Frage, inwieweit „Urban Gardening als Instrument in der Raumplanung?“ durch die Stadt Wien eingesetzt werden kann. Da sich die Funktionen solcher Projekte im lokalen Kontext stark voneinander unterscheiden, gilt es, den speziellen Charakter von jenen in Wien herauszufiltern und zu erkennen, was sie zur Stadtentwicklung beitragen können.

Ausgehend von der Hypothese, dass die Stadtplanung Wiens das Konzept einer nachhaltigen Stadtentwicklung verfolgt, wird analysiert, ob Urban Gardening die Zielerreichung desselben unterstützt. Sollte dies zutreffen, wird der Versuch eines „Zukunftsmodells Urban Gardening“ für Wien erstellt. Welche Rolle kann dieses in der Stadtplanung Wiens in Zukunft einnehmen?

Ein weiterer Architekturstudent, Oliver Cerny, untersucht bestehende Hierarchien in Hinsicht auf öffentliche, halböffentliche und private Räume in der Wiener Gründerzeitbebauung. Dabei sollen untergenutze Räume herausgefiltert und neu strukturiert werden. Das Ziel ist ein Entwurf für eine Neugestaltung eines bestehenden Quartiers in der Blockrandbebauung in eine gemeinschaftlich genutzte Struktur mit Anbaumöglichkeiten für Gemüse, Obst, etc.

Alle Ansätze beruhen auf der Grundfrage, welche Verbesserungen soziologisch (z.B. Entgegenwirken der Entfremdung in der Stadt) und ökologisch (z.B. Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks) erzielt werden können.

 

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