LEHREN UND LERNEN : ARCHIV

future.lab14 – Hybride Räume

Im Rahmen der forschungsgeleiteten Lehrveranstaltung future.lab 14 sollte ein stimulierender Überblick über verschiedene Aspekte hybrider Räume gegeben werden. Gemeinsam begaben sich Studierende, Lehrende und Gäste auf die Suche nach solchen Räumen in Wien. In kleinen eigenverantwortlichen Projekten konnten individuelle Interessen im Bezug auf diese hybriden Räume bearbeitet und eine Haltung zu ihnen entwickelt werden.

future.lab14 – Hybride Räume

„Eine Stadt besteht aus einer Vielzahl sich überlagernder, nebeneinander stehender, sich wechselseitig beeinflussender Räume, ist ein Gewebe unterschiedlicher Typologien, Strukturen und Patterns, die durch die bunten Fäden der Bewegung der Menschen durch die Stadt realisiert, modifiziert oder transformiert werden.“ (Noack, 2011) Auf diese räumliche Mischung und die Überlagerung verschiedenster Qualitäten richtete das future.lab dieses Semester den Fokus aus.

Eine Stadt erscheint uns umso städtischer, je vieldeutiger und vielfältiger ihr Nutzungsspektrum ist. Urbanität entsteht durch die Vielfalt und durch die Flexibilität und Variabilität der beteiligten AkteurInnen und der Prozesse. Die Aushandlung und Entfaltung von Urbanität bewegt sich zwischen Kommunikation, Improvisation und Innovation. Urbane Stadtqualitäten können sich dort entfalten, wo Spontanität und Temporalität in der Nutzung stadtentwicklungspolitisch zugelassen und gefördert werden.

Heute sind Städte mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die neue Leitbilder, Strategien und Instrumente erfordern.
Geprägt durch weltweite Verflechtungen mit zugleich lokalen und globalen Auswirkungen, durch eine rasante Beschleunigung infolge neuer Informationstechnologien bleibt das einzig Konstante die ständige Veränderung. Gerade in dieser Situation bieten hybride Räume Qualitäten, wie Robustheit und Anpassungsfähigkeit im Umgang mit dem Neuen, dem Unvorhersehbaren und Unplanbaren.

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Was macht hybride Räume aus? Welche Typen lassen sich in Wien finden? Welche Potentiale besitzen diese? Wie gehen wir mit diesen Räumen um? Wie lässt sich die Entstehung von hybriden Räumen stimulieren? Die Aufgabenstellung ging dabei weit über architektonische Einzelobjekte hinaus, es beinhaltete Fragen zum Quartier, dem Stadtteil und der gesamten Stadtlandschaft, aber auch zu Zwischenräumen, Resträumen und generell dem alltäglichen Leben und Zusammenleben der Bewohner.

Die Ergebnisse der studienrichtungsübergreifende Lehrveranstaltung werden im Rahmen einer Dokumentation publiziert, die voraussichtlich im Oktober 2014 erscheint.

 

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