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Der Aufbruch von Schönbrunn – Ein Kinderbuch von vier Architekturstudenten

Die Schönbrunner Zootiere führen ein Leben hinter Gittern, Zäunen oder Glasscheiben. Doch eines Tages bietet ein Loch in der Außenmauer des Tiergartens den tierischen Bewohnern die Möglichkeit, sich die Stadt Wien einmal genauer anzuschauen. Neugierig erkunden die Tiere die Hauptstadt und lassen ihren natürlichen Bedürfnissen nach Nahrung und Nestbau freien Lauf. Nach und nach verändert sich das Stadtbild durch diesen Einfluss.

Der Aufbruch von Schönbrunn – Ein Kinderbuch von vier Architekturstudenten

Im Sommersemester 2013 widmete sich das Pilotprojekt in der selbstgeleiteten Lehre future.lab 13 mit 100 Studierenden der beiden Fachrichtungen Architektur und Raumplanung und 30 daraus entstandenen Projekten den aktuellen Fragen zur zukünftigen Stadtentwicklung Wiens und leistete somit einen Beitrag zum STEP 2025. In diesem Rahmen entstand das Kinderbuch „Der Aufbruch von Schönbrunn“ von den vier Architekturstudierenden Arne Leibnitz, Andreas Lint, Benjamin Strassl und Ivan Tadic. In zahlreichen Gesprächen wurden die für die Autoren relevanten Themenbereiche für die zukünftige Stadtentwicklung festgelegt. Folgende Schwerpunkte haben sich aus diesem analytischen Prozess ergeben: Vertikale Verdichtung, Öffentlicher Verkehr, Erdgeschosszonen, Bürgerbeteiligung, Ausbau der Dachgeschosszonen und Konsum. Nachdem die Themen feststanden, galt es ein geeignetes Medium zu finden. Die vier Autoren entschieden sich für ein im Rahmen des Architekturstudiums untypisches Format – das Kinderbuch.

Im ersten Arbeitsschritt wurde eine grobe Gliederung erstellt. Diese sollte dabei helfen, die zahlreichen Themen in eine durchgängige Kindergeschichte einzubetten. Wichtig dabei war es einen „Roten Faden“ zu finden der für Kinder eine interessante Geschichte liefert und gleichzeitig eine städtebauliche Botschaft transporteiert.

Die Geschichte wurde in drei Phasen gegliedert: „Der Aufbruch“ (2013): Diese Phase dient dem Handlungsaufbau und dem kennenlernen der Orte und Charaktere. Die Horde verdrängt die Menschen aus dem öffentlichen Raum. „Beobachtung und Entwicklung“ (2015): Hier interagieren die Tiere mit der Stadt. In dieser Phase übernehmen die Menschen eine Beobachterrolle. „Lerneffekt und Visionen“ (2025): Der Mensch hat von den Tieren gelernt. Er hat nun eine andere Sichtweise auf seine urbane Umgebung, die sich in beispielhaften Strukturen manifestiert. Zwischen den Zeitsprügen gibt es leere Seiten <> an denen die LeserInnen die Möglichkeit haben die Geschichte zu erweitern. Damit ist man aufgefordert über eine scheinbar volkommene Gegebenheit (gedrucktes Kinderbuch) nachzudenken und sich selbst einzubringen. Das Buch wurde im Paperfresserchen MTM Verlag im 2014 veröffentlicht.