Genua – Le Lavatrici // Der Freiraum… Die Konzeption…

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Während unserem Aufenthalt in Genua haben wir Selene Vacchelli im historischen Zentrum getroffen. Die Architektin widmete ihre Diplomarbeit dem Sozialbau in Italien mit dem Schwerpunkt auf der Pegli 3 Anlage. Zusätzlich zur Analyse mehrerer Sozialbauten in ganz Italien hat sie Verbesserungsvorschläge für den öffentlichen Raum gemacht. Ihre minimalen, kostengünstigen Interventionen stellten eine Schnittstelle zwischen der europäischen und der italienischen Herangehensweise dar. Sie fokusierte ihr Konzept auf soziale Eingriffe die sich leicht in der vorhandenen Architektur einfügen sollten und einen Mehrwert für die Bewohner bringen sollten. 

 

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Selene Vacchelli – Manifesto für Lavatrici

WIESO HAST DU PEGLI 3 ALS DEIN SCHWERPUNKT GEWÄHLT? 

Das “Lavatrici” befindet sich in einem urbanen Gefüge, auf einem Hügel mitten in einer Peripherie die alle kennen und wo viele Genuesen wegen der Arbeit vorbeifahren. Somit entwickelte sich für jeden Genuesen ein Imaginarium über die Wohnanlage. Zusätzlich war das Projekt eine Mischung zwischen dem Staat und der Cooperativa, was eine andere Entwicklung als andere Sozialbauten zeigen könnte. 

 

GAB ES EINEN URSPRÜNGLICHEN FREIRAUMKONZEPT?

Aldo Luigi Rizzo entwickelte ein Konzept für den Freiraum das leider nicht ausgeführt wurde. Die Architektur wurde gebaut, die Anlage wurde schnell besiedelt und was dazwischen und daneben geblieben ist, wurde dann nicht mehr weiter entwickelt, was auch in anderen parallelen laufenden italienischen Sozialbauten der Fall war.

 

Freiraumkonzept für Lavatrici von Aldo Luigi Rizzo
Aldo Luigi Rizzo – Freiraumkonzept für Lavatrici 

 

Das Ursprungskonzept bestand aus einer offener, durchfließender Erschließung, einem Aktivitätsprogramm für den Hauptpark und einer freiwachsenden Natur um das Gebäudekomplex. 

Die Bewegung durch die Anlage sollte ununterbrochen passieren und setzte sich aus Gängen zusammen, die sehr stark von der Architektur bestimmt waren und sich dann weiters in einer Art von Wanderwege entwickelten. Diese in der Natur integrierten Wanderwege standen im Kontrast zu den rigiden Laubengänge und sollten einen menschlichen, dörflichen Charakter der Maschine verleihen. Der Grundgedanke war, dass die Einwohner die Auswahl treffen können welchen Weg sie nehmen möchten. Ein zusätzlicher Aspekt war die Barrierefreiheit. Der Architekt wollte eine allumfassende nutzerfreundliche Erschließung schaffen. Der Hauptpark in der obersten öffentlicher Ebene war mit Windschutzpaneele und zwei Pavillions (von dem eins ein Amphitheater enthalten sollte) vorgesehen. Diese Interventionen strebten eine Funktionsmischung und die Gewährleistung der Behaglichkeit an. Die Natur um die Anlage sollte frei wachsen können, von allen genossen werden und keine Interventionen vorsehen. Die wilde Natur sollte einen Ausgleich zu dem verbauten Hügel schaffen.

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