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Vom Karlsplatz nach Neu Marx
Vom Labor zu OPENmarx

Anfang Oktober 2015 zog das Mobile Stadtlabor vom Karlsplatz nach Neu Marx. Als Standort dient eine Fläche unmittelbar angrenzend an die Marx Halle. Mit der Übersiedelung des Mobilen Stadtlabors an den Standort Neu Marx wurde die Initialzündung für eine offene Bildungslandschaft gesetzt und damit der Entwicklungsprozess hin zu OPENmarx ein¬geleitet. Gegenstand dieses Vorhabens ist die bauliche Erweiterung des Umfeldes des Mobilen Stadtlabors sowie die programmmatische Erweiterung im Sinne des Aufbaus neuer Kooperationen und der Setzung inhaltlicher und diskursiver Schwerpunkte. Im Zuge des Vorhabens soll ein Ort entstehen, der für unterschiedlichste Aktivitäten, AkteurInnen und Nutzungen rund um den Bereich Bildung und Forschung genutzt werden kann. Der Bezug zur Technischen Universität wird dabei deutlich um einen offenen und aktivierenden, einen vernetzenden und integrierenden Zugang zum Bildungsthema erweitert.

Vom Karlsplatz nach Neu Marx<br>Vom Labor zu OPENmarx

Standort Neu Marx

Für das Vorhaben OPENmarx steht eine Entwicklungsfläche rund um das Mobilen Stadtlabor zur Verfügung, die Raum für Seminar- und Werkstattnutzungen, für Gemeinschaftseinrichtungen ebenso, wie für junge Start-Ups bietet, die den Standort Neu Marx und die Nachbarschaft nutzen wollen. Im besten Fall lassen sich dadurch Synergien entwickeln, die für alle Beteiligten ebenso wie für den sich entwickelnden Standort Neu Marx und dessen öffentliche Wahrnehmung, von großem und gegenseitigem Nutzen sein kann.
Während der Umsetzungs- und Konzeptionsphase ist das Mobile Stadtlabor gemeinsamer Arbeits- und Präsentationsraum für Studierende. Darüber hinaus kann das Labor als Ort des Austausches und des Diskurses für Workshops, Vorträge und andere Veranstaltungen genutzt werden. Der Austausch mit der Umgebung spielt dabei eine bedeutende Rolle, ist doch der Anspruch, welcher an das Labor geknüpft ist, jener niederschwelliger Ort der Kommunikation und des Diskurses sowie der spontanen Begegnung zu sein. Dementsprechend richtet sich das Angebot gleichermaßen an NutzerInnen des zwischengenutzten Areals wie an die Nachbarschaft.

OPENmarx – Gesamtkonzept und bauliche Umsetzung
OPENmarx entsteht als Zwischennutzung am Areal des ehemaligen Zentralviehmarktes im Wiener Stadterweiterungsgebiet Neu Marx im dritten Wiener Gemeindebezirk. Als Basisstation und Ausgangspunkt für das Weiterbauen auf der 40.000m. großen Brachfläche, dient das Mobile Stadtlabor, das bereits 2013 von Studierenden entworfen und gebaut worden ist. Unter der Überschrift OPENmarx soll in den kommenden Jahren ein ungewöhnlicher und temporärer Ort entstehen, der sich im weitesten Sinne einer niederschwelligen, unkonventionellen und vor allem experimentellen Wissensproduktion und Wissensweitergabe widmet. Im Sinne eines wechselseitigen Wissens- und Kulturtransfers zwischen den unterschiedlichen NutzerInnen – von Flüchtlingen, über Studierende und Lehrende, bis hin zu Menschen, die den Standort als Arbeitsstätte nutzen, der lokalen Bevölkerung der umliegenden Stadtteile sowie interessierten Menschen aus ganz Wien – entsteht ein räumliches Setting, in dem gemeinsam gebaut, gelernt, experimentiert, diskutiert, produziert, musiziert, gekocht, gegessen – generell Freizeit verbracht werden kann.

Bereits vorhandene standortbezogene Schwerpunkte und Strategien werden im Zuge dessen aufgegriffen und weiterentwickelt. Um dieses Vorhaben verfolgen zu können, bedarf es einerseits der Koordination von Inhalten, Funktionen, AkteurInnen und Finanzierungs¬möglichkeiten im Sinne eines übergeordneten Gesamtkonzeptes.

Dieses Standort- und Betriebskonzept wird vom future.lab Team in Kooperation mit Studierenden und weiteren PartnerInnen entwickelt. In erster Linie geht es darum potenzielle NutzerInnen sinnstiftend für die gemeinsame Idee zu gewinnen, Synergien zu fördern und im Zuge dessen die strategische Entwicklung des Areals im Sinne der Konzeption einer offenen Universität zu koordinieren und voranzutreiben. Verschiedene Workshops mit potenziellen PartnerInnen aus Bildung und Kultur, der Gemeinwesenarbeit sowie aus Forschung und Wirtschaft werden dazu verhelfen gemeinsame Interessen zu identifizieren und diese zielführend zu vernetzen.

Website des Projektes OPENmarx

Visualisierung von OPENmarx
OPENmarx Visualisierung, Design Build Studio

Weiters ist OPENmarx Gegenstand der Lehre an der TU Wien. Im Rahmen eines Design-Build Studios unter der Leitung von Peter Fattinger, wird das Vorhaben ebenso von Studierenden weiterentwickelt. Zentrale Aufgabe ist hier u.a. die Konzeption, der Entwurf sowie die eigenhändige Umsetzung bzw. der Bau einzelner Module. Ziel ist es in Kooperation mit verschiedenen PartnerInnen, wie z.B. der Caritas Wien und dem Verein PROSA-Projekt Schule für Alle, am Standort Neu Marx eine vielseitige Einrichtung entstehen zu lassen, die im Sinne eines offenen und integrierenden Ansatzes einen Ort der Emanzipation schafft.
Mit OPENmarx wird ein temporärer Ort der Begegnung und des Miteinanders geschaffen, der ein vielseitiges, kommunikatives und vor allem experimentelles Nutzungsprogramm öffentlich zugänglich macht. Das Mobile Stadtlabor, eine Community-kitchen, Seminar- und Lernräume, Gemeinschaftswerkstätten sowie Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten laden Menschen unterschiedlichster Herkunft ein, sich einzubringen und Teil zu werden. Nach einer viermonatigen Konzeptions-und Planungsphase soll die bauliche Erweiterung des Vorhaben OPENmarx ab Frühjahr 2016 realisiert werden.

Einmischen erwünscht!
OPENmarx lebt von der aktiven Mitwirkung und Mitgestaltung möglichst vieler Menschen: aus dem universitären Umfeld ebenso, wie aus Wirtschaft, Kultur, von aus Verbänden und Initiativen, aus der Zivilgesellschaft. Um dieses Einmischen zu fördern, werden wir auch weiterhin an besonderen Formaten arbeiten, um Interessierten die Möglichkeit zu eröffnen aktiv an dem Projekt mitzuwirken.

Unsere Partner am Standort Neu Marx: