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Research Fellowship Immobilienwirtschaft und Standortentwicklung – BAUSTEINE FÜR EIN NEUES SOZIALES WOHNEN

Die Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien vergibt erstmalig ein von der Immobilien Privatstiftung finanziertes Incoming Fellowship im Bereich Immobilienwirtschaft und Standortentwicklung. In diesem Jahr ist der Fellowship eng mit der Internationalen Bauausstellung Wien 2022 im Arbeitsfeld des „Neuen Sozialen Wohnens“ verknüpft und in das ResearchLab New Social Housing eingebunden, welches von der Uni Wien und der TU Wien gemeinsam getragen wird. Am Auswahlverfahren waren KollegInnen der Fakultät, der Stadt Wien, der IBA_Wien und des Architekturzentrum Wien beteiligt.

Research Fellowship Immobilienwirtschaft und Standortentwicklung – BAUSTEINE FÜR EIN NEUES SOZIALES WOHNEN

Für das Jahr 2019 ist die Fellowship an Christoph Laimer (dérive – Zeitschrift für Stadtforschung) und Andrej Holm (Humboldt-Universität zu Berlin) vergeben worden. Im Zentrum des Forschungsprojekts zum Thema „Bausteine für ein Neues Soziales Wohnen“ steht die Analyse von Träger- und Finanzierungsmodellen wie von Konzepten für einen neuen sozialen Wohnbau, welche aktuell von Stadtregierungen und auch zivilgesellschaftlichen Initiativen entwickelt und erprobt werden.

Zum Auftakt des Förderzeitraums wird ein Vernetzungstreffen stattfinden, an dem neben Andrej Holm und Christoph Laimer auch Kolleg_innen der Fakultät für Architektur und Raumplanung, sowie der IBA_Wien und des Az W teilnehmen werden. Geplant sind weiterhin die Durchführung einer internationalen Konferenz wie auch eine Publikation, über die die Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben einer breiten Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt werden.

Die Erkenntnisse aus dem Forschungsvorhaben sollen im Rahmen eines Symposium diskutiert und in einer Publikation im Verlag TU Academic Press veröffentlicht werden.

BAUSTEINE FÜR EIN NEUES SOZIALES WOHNEN
In Wien, wie auch in anderen Metropolen Europas, setzen die ökonomischen Entwicklungen wie die Finanzialisierung des Wohnungsmarktes die Errungenschaften des sozialen Wohnungsbaus unter Druck und erzwingen neue (auch) immobilienwirtschaftliche Strategien zur Umsetzung und Weiterentwicklung einer sozial orientierten Wohnungsversorgung. Gegenstand des Forschungsprojektes Bausteine für ein Neues Soziales Wohnen ist es, die aktuellen Suchbewegungen von Stadtregierungen und auch zivilgesellschaftlichen Initiativen für Konzepte eines neuen sozialen Wohnbaus zu erkunden, zu beschreiben und zu systematisieren. Im Zentrum steht die Analyse von Initiativen und Projekten, die Modelle für Neues Soziales Wohnen entwickeln und erproben.

Das Forschungsprojekt ist darauf ausgerichtet, auf verschiedenen Ebenen der Planung, des Baus und der Bewirtschaftung von sozialen Wohnungsbeständen innovative und geeignete Instrumente in ihren jeweils spezifischen Voraussetzungen, Funktionsweisen und zu erwartenden Effekten zu identifizieren. Durch Fallstudien bereits realisierter und zurzeit geplanter Projekte des sozialen und gemeinwohloptimierten Wohnungsbaus in verschiedenen Städten und Ländern sollen dazu Fragen der bodenpolitischen Steuerung, der Finanzierung, der immobilienwirtschaftlichen Kalkulation, der baulich-technischen Umsetzung, der Vergabe sowie der Verwaltung und Bewirtschaftung analysiert werden.

Ziel ist es, innovative Instrumente, Verfahren und Konstellationen für einen nachhaltigen, sozialen und gemeinwohlorientierten Wohnbau zu identifizieren und praxistaugliche Bausteine für ein Neues Soziales Wohnen zu entwickeln. — Andrej Holm und Christoph Laimer