Übergang Erdberg

Ein Schandfleck ohne Identität, unheimlich, dunkel und am Rande unter einer Autobahnbrücke liegend – über den internationalen Busbahnhof ‚VIB Erdberg’ höre ich zu Beginn meiner Auseinandersetzung mit Transiträumen nicht viel Positives. Ist es womöglich ein Nicht-Ort, wie ihn Marc Augé beschreibt?

Über Wahrnehmungsspaziergänge, Teilnehmenden Beobachtungen und offene Gespräche nähere ich mich dem Ort an, und mache eine Momentaufnahme. Sie zeigt ver-rückte Räume von Grenzen, Bewegungen, Akteuren und ihren Handlungen sowie Beziehungen. Dazwischen finden sich Spuren des Informellen und Verweise auf eine mögliche Integration. Ich folge den ephemeren Situationen im Übergang – diese transitorischen Räume erwecken mein Interesse für diese Arbeit.

(Julia Jesella)

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