Mobiles Stadtlabor

Das Mobile Stadtlabor ist eine temporäre Architektur, konzipiert und gebaut von 30 Architekturstudierenden der TU Wien. Die Idee ein mobiles Stadtlabor für die Fakultät für Architektur und Raumplanung ins Leben zu rufen wurde im Sommer 2012 von Dekan Rudolf Scheuvens lanciert und daraufhin von Peter Fattinger als Design-Build Lehrveranstaltung angeboten. Seit Herbst 2013 ist das Mobile Stadtlabor in Betrieb und ist seither – erst am Standort Karlsplatz, nun in Neu Marx – Ort für unterschiedlichste diskursive Veranstaltungen, Workshops, Buchpräsentationen, Nachbarschaftstreffen, Ausstellungen, Feste etc.

Das Mobile Stadtlabor am Standort Neu Marx, Herbst 2015

Das Mobile Stadtlabor dient der Plattform future.lab als Basisstation im öffentlichen Raum. Durch die Verortung des future.labs wird einem der zentralen Ansprüche der Plattform, nämlich der Verknüpfung von Wissenschaft, Forschung, Entwurf und Alltagspraxis, Rechnung getragen und ein öffentlich zugänglicher, niederschwelliger Möglichkeitsraum geboten. Das Mobile Stadtlabor ist als mobile räumliche Struktur konzipiert, die immer dort Präsenz zeigt, wo sich besondere Herausforderungen der Stadtentwicklung im Kontext von Gesellschaft, Wissenschaft und Forschung abzeichnen. Der Umzug vom Karlsplatz nach Neu Marx wird dabei genutzt um das Programm des Mobilen Stadtlabors weiter zu entwickeln. Mit dem Projekt „OPENmarx“ soll eine Bildungslandschaft entstehen, die Raum bietet für unterschiedlichste Aktivitäten, AkteurInnen und Nutzungen rund um den Bereich Bildung und Forschung.

Was bisher geschah?

Seitdem das Mobile Stadtlabor im Herbst 2013 in Betrieb gegangen ist, wurde es für große Bandbreite an unterschiedlichsten Veranstaltungen und diskursiven Formaten genutzt. Es hat Menschen angezogen, aufgenommen, Ihnen den Rahmen geboten sich auszutauschen, zu vernetzten, Partnerschaften zu knüpfen und Inhalte zu diskutieren. Dem Anspruch nicht nur räumliche Aussenstelle der Universität zu sein, sondern weit darüber hinaus auch eine Relevanz für die Bewohner- und NutzerInnen des Karlsplatzes und des Grätzels zu haben und damit Umfeld und Universität einander näher zu bringen, hat es Rechnung getragen. Das Mobile Stadtlabor war Zentrale für eine ganze Reihe an Festivals, wie ur5anize! – Internationales Festival für urbane Erkundungen (2014), das Design-Festival Vienna Open (2014 und 2015) sowie das Kurzfilmfestival VIS – Vienna Independent Shorts (2015). Zahlreiche Veranstaltungen fanden an der Schnittstelle von Wissenschaft, Forschung, Entwurf und Alltagspraxis statt, Präsentationen von Entwürfen aus der Fakultät, Workshops, Buchpräsentationen, Vorträge, Vernetzungstreffen und gemeinsames Kochen mit der Nachbarschaft, Ausstellungen etc.

Durch seine große Bandbreite an räumlicher Vielfalt, erzeugt das Mobile Stadtlabor immer wieder Momente der Überraschung, selbst für jene, die es gut kennen. Tischtafeln, Kränzchen in kleiner Runde, Adventmärkte, Nachbarschaftstreffen, Treffen, die eine informelle Form des studentischen Austausches ermöglichten, Paneldiskussionen und TED Talks. Zehnköpfige Bands auf den Stufen und davor ein tanzendes Publikum. Vom Mobilen Stadtlabor aus wurden akustische Momente vom Karlsplatz gesendet. In diesem Zusammenhang war es Sendestation und dabei Ausdruck einer gelungenen Kooperation zwischen Künstler und Studierendenkollektiv. Mit dem Format der aus.büxen – Donnerstagsreihe des Studierendenkollektiv aus.büxen startete der Versuch einer offenen Plattform, in der eine informelle Form des studentischen Diskurses angeregt wurde – und das mit teils untypischen Werkzeugen und Methoden. Darunter Poetry Slams, Kunstgewerbemärkte, Filmvorführungen, Spieleabende oder gemeinschaftliches Kochen. Dabei wurden jeden Donnerstag Potentiale des Gebäudes in Verbindung mit dem öffentlichen Raum aus.gelotet. Neben Raum für Vorträge, Workshops und andere öffentliche Veranstaltungen bot das Stadtlabor auch Platz für 12 studentische Arbeitsplätze für DiplomandInnen der Fakultät.

Zuständig für die Programmierung des Stadtlabors ist das future.lab-Team gemeinsam mit Partnern und Studierenden.