Was ist das future.lab?

Das future.lab …

… ist eine Plattform für experimentelle und inter- sowie transdisziplinäre Forschung und Lehre in der Stadt- und Raumentwicklung an der Fakultät für Architektur und Raumplanung. Über die Plattform sollen Gelegenheiten geschaffen und Vorhaben gefördert werden, die Forschung, Lehre und Praxis gezielt zu einem offenen Austausch anregen und profilbildend stärken. Angelegt auf einen begrenzten Zeitrahmen fordert die Plattform sowohl Lehrende, Studierende als auch KollegInnen aus der Planungspraxis dazu heraus, konkrete Projekte und Vorhaben zu entwickeln und den Anspruch einer transdisziplinären wissenschaftlichen Praxis in konkretes Handeln zu übersetzen.
Das future.lab versteht sich als offenes Format! Es lebt von der breiten Mitwirkung und Mitgestaltung möglichst vieler KollegInnen aus Forschung, Lehre und Praxis. Einzige Bedingung ist die kreative Auseinandersetzung mit den grundlegenden Ansprüchen an die Inter- und Transdisziplinarität wie an den experimentellen, anwendungsbezogenen Charakter der Projekte.

Vernetzung und Bündelung von In­hal­ten­

Die Plattform baut auf den Forschungsfeldern und Förderschwerpunkten der TU Wien und der Fakultät für Architektur und Raumplanung auf. Dazu unterstützt das Vorhaben die Diskussion um raum- und entwicklungsrelevante Konzepte, um Strategien und Projekte aus den Bereichen Architektur, Städtebau, Raumplanung, Stadtmanagement und urbaner Governance. Nicht zuletzt geht es dabei auch um die Förderung des Dialogs zwischen den raumbezogenen Wissenschaften und der Planungspraxis.

Experimentelle und Interdisziplinäre Formate in Lehre und Forschung

Die Entwicklung der Stadt ist immer eine Leistung unterschiedlicher PartnerInnen, Institutionen, Disziplinen. Dies betrifft auch die Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Aufgaben-, Handlungs- und Forschungsfeldern einer städtischen Entwicklung, bezogen auf Architektur und Raumplanung. Gerade dieser fordert eine Kultur des Querdenkens, der Vernetzung und des Lernens mit- und voneinander. Hier setzt das future.lab an. Grundlegend sind der studienrichtungsübergreifende und transdisziplinäre Anspruch, sowie das offene Format, in dem methodische, soziale und persönliche Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit Raum und Architektur gefordert und gefördert wird. Über die Projekte des future.labs sollen abstrakte Themen der Raumentwicklung sichtbar und damit diskutierbar werden. So stellt sich das future.lab das Ziel den gesellschaftlichen Diskurs um die Zukunft von Stadt und die Perspektiven des Städtischen zu bereichern und zu intensivieren.

Zusammenfassend steht das future.lab der Fakultät für Architektur und Raumplanung für:

Schwerpunktthemen in Lehre und Forschung
die Fokussierung auf besondere Schwerpunktthemen in Forschung und Lehre. Im Studienjahr 2014/15 ist dies das Arbeitsfeld „Urbane Energien/Hybride Räume“

Stipendien
die Vergabe von Stipendien an Studierende (Diplom/Doktorat), die sich thematisch/methodisch mit dem jeweiligen Schwerpunktthema auseinandersetzen

Gastprofessuren
die Finanzierung von Gastprofessuren zu den jeweiligen Jahresthemen

Vortragsreihen
die Durchführung öffentlicher Vortragsreihen zu Zukunftsfragen von Stadt und Gesellschaft

Lehrveranstaltungen und Forschungsvorhaben
die Durchführung und Förderung von Lehrveranstaltungen und Forschungsvorhaben

Vernetzung der Akteure
die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure aus Forschung, Wissenschaft und Praxis

Das Mobile Stadtlabor
die Programmierung und Bespielung des Mobilen Stadtlabors

temporäre Arbeitsräume
die Anmietung von temporären Arbeitsräumen für Projekt- und Forschungsgruppen

Kommunikation
die gebündelte und zielgerichtete Kommunika­tion der Projekte und Leistungen aus Forschung und Lehre.

 

Wie funktioniert das future.lab?

Fachlicher Austausch zwischen Forschung und Praxis

Zu den Modulen der Plattform zählen die Durchführung von Forschungskolloquien und öffentlichen Vorträgen, wie auch die Förderung konkreter, experimenteller Vorhaben und Projekte, welche Forschung mit der Lehre verknüpfen – ganz im Sinne der forschungsgeleiteten Lehre. Damit will das future.lab einen wesentlichen Beitrag zu dem Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis, zwischen Technik und Gesellschaft leisten. Transparenz und Teilhabe von Studierenden an den Forschungsleistungen sowie die Eröffnung eines offenen Dialogs stellen wesentliche Anliegen der Initiative dar.

Das Mobile Stadtlabor als gemeinsamer Ort

Im Rahmen des Mobilen Stadtlabors findet das future.lab seinen besonderen Ort der Begegnung, der Auseinandersetzungen, des Dialogs, des Lernens und des Forschens.

Mobiles Stadtlabor

future.lab Magazin

Seit März 2014 veröffentlicht die Plattform future.lab im halbjährlichen Rhythmus, jeweils zu Anfang des aktuellen Semesters das future.lab Magazin. In der Zeitung werden die aktuellen Akzente präsentiert, über vergangene Aktivitäten berichtet und ein Ausblick darauf gegeben, was sich in den kommenden Monaten tun wird.

Download Magazin

 

 

Die Plattform future.lab ist eine Initiative des Dekanats der Fakultät für Architektur und Raumplanung an der TU Wien, das auch die Trägerschaft der Plattform und die Koordination der Aktivitäten übernommen hat. Im Oktober 2013 ging die Plattform future.lab an den Start, Ansprechpartnerin ist Anna Kokalanova, der die Aufgabe der Koordination übertragen wurde.

Gastprofessur future.lab

 

Assemble (2016/2017)

Assemble are a collective based in London who work across the fields of art, architecture and design. Their working practice seeks to address the typical disconnection between the public and the process by which places are made. Assemble champion a working practice that is interdependent and collaborative, seeking to actively involve the public as both participant and collaborator in the on-going realisation of the work. 

Assemble

 
 

Kenan Güngör (2016)

Dipl. Soz., deutschsprachiger Europäer mit kurdisch-türkischen Wurzeln. Inhaber des Büros für Gesellschaft I Organisation I Entwicklung [think.difference] in Wien. Als Organisationsberater und internationaler Experte für Integrations- und Diversitätsfragen, berät und begleitet er staatliche und nichtstaatliche Organisationen auf der Bundes-, Landes- und Gemeindeebene. Er leitete unter anderem zahlreiche integrationsbezogene Leitbildprozesse auf Länder- und Städteebene. Als strategischer Berater begleitete er unter anderem die Stadt Wien über mehrere Jahre in integrations- und diversitätsbezogenen Themen. Darüber hinaus ist er Mitglied des unabhängigen Expertenrates der österreichischen Bundesregierung wie auch der Vorsitzende des Expert_Forums Prävention, Deradikalisierung & Demokratiekultur der Stadt Wien.
Inhaltliche Schwerpunkte: Gesellschaftlicher Wandel, Integration, Partizipation, Diversity, Organisationsentwicklung, Stadtsoziologie, Jugend, Identität, Konflikt- und Gewaltanalyse, Radikalisierung

Kenan Güngör

 

Angelika Fitz (2014–2015)

ist Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin, Autorin, seit 1998 mit eigenem Büro in Wien. Sie entwickelt und realisiert Projekte an den Schnittstellen von Architektur, Kulturtheorie und Urbanismus. Viele dieser Projekte produzieren Plattformen für den Wissenstransfer zwischen Forschung, Lehre und Gesellschaft und zwischen Kulturen. Recherche, Analyse, Konzept, Entwurf und Vermittlung werden in Workshops, Produktionslabs und innovativen Ausstellungs und Publikationsformaten zusammengeführt. Kooperationen mit internationalen ArchitektInnen, RaumplanerInnen, TheoretikerInnen und Institutionen aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft bilden die Basis für weitreichende Projektnetzwerke.

Angelika Fitz

Das Team

 

Teresa-Elisa Morandini

studierte Architektur an der Technischen Universität Wien und Social Design an der Universität für angewandte Kunst Wien. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten beschäftigte sie sich mit Prozessen zivilgesellschaftlicher Aushandlung des urbanen Raumes sowie mit der räumlichen Manifestation städtischer Obdachlosenpolitik und dem Einsatz urbanistischer Strategien.
Nach ihrem Abschluss arbeitete sie u.a. an der Technischen Universität als Projektassistentin am Arbeitsbereich für Stadtkultur und öffentlicher Raum (SkuOR), als Universitätslektorin am Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen sowie bei PlanSinn. Derzeit ist sie als Koordinatorin für die Plattform future.lab am Dekanat der Fakultät für Architektur und Raumplanung tätig.

 

Jerome Becker

studierte Architektur an der Technischen Universität Wien und Philosophie an der Universität Wien. In seiner Abschlussarbeit behandelte er die Rolle der visuellen Effekte in der Wahrnehmung und im Gebrauch von Raum. Nach dem Studium folgten eigenständige Projekte im Bereich Architektur und Städtebau. Als Teil des Forschungskollektivs »Bedroom Exodus« beschäftigt er sich mit den räumlichen Aspekten der Praktik des Ausruhens, insbesondere dem Zusammenhang zwischen Schlafplatz und Wohnort. Derzeit ist er als Koordinator für die Plattform future.lab am Dekanat der Fakultät für Architektur und Raumplanung tätig.

 

Astrid Strak

studiert Architektur an der Technischen Universität Wien. Der Schwerpunkt ihres Architekturstudiums liegt auf Städtebau, nachhaltiges Bauen und Wohnbau. Im Rahmen des »Design Build Entwerfen« 2012 plante und baute sie gemeinsam mit 30 Architekturstudierenden das Mobile Stadtlabor. Seit Jänner 2014 ist sie als Studienassistentin der Plattform future.lab am Dekanat für Architektur und Raumplanung der TU Wien tätig.

 

Anna Kokalanova (2013–2017)

studierte Architektur an der Bauhaus Universität Weimar und Stadtplanung und Stadtentwicklung an der HafenCity Universität Hamburg. Nach ihrer Abschlussarbeit über die Roma-Siedlung »Fakulteta« in Sofia arbeitete sie u.a. als Projektkoordinatorin bei der Internationalen Bauausstellung »IBA Hamburg GmbH« und als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich angewandte Kulturtheorie an der HCU Hamburg. Sie ist Mitgründerin und Teil des Kollektivs »space department«. Derzeit arbeitet sie an ihrer Dissertation »Beyond Ghettoization: The Arrival Space of Bulgarian Roma in Berlin«. Von 2013 bis 2017 war sie als Koordinatorin für die Plattform future.lab am Dekanat der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien tätig. Derzeit arbeitet Anna als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Entwerfen und Gebäudeplanung bei Prof. Markus Bader an der Universität der Künste Berlin.

 

Rudolf Scheuvens

ist Universitätsprofessor für Örtliche Raumplanung und Stadtentwicklung an der TU Wien. Seit Januar 2013 hat er die Funktion des Dekans der Fakultät für Architektur und Raum­planung inne. In seiner Funktion als Dekan ist er Initiator und Verantwortlicher für die Plattform future.lab.