Der unstillbare Hunger.

Unser Hunger nach Energie.

 

Ein Anfang ist es nicht mehr auf endliche Ressourcen wie Erdgas- und Erdöl zurückzugreifen zu müssen (wir beziehen ca. 80% aller Energien daraus). Nicht nur, dass es sonst früher oder später keine fossilen Brennstoffe mehr geben wird, auch treiben die daraus generierten CO² Emissionen emens den Klimawandel an.

Über Atomenergie möchten wir garnicht erst beginnen, zu reden. In der direkten Gegenüberstellung mit fossilen Brennstoffen vielleicht umweltschonender, jedoch beherbergen sie ein nicht beherrschbares Katastrophenpotential. (Atomkraft und Nachhaltigkeit)

 

Wir müssen also Umdenken, sonst ist es irgendwann zu spät. Es muss genügend billige Energie aus erneuerbaren Ressourcen, wie dem Wind und der Sonne, erzeugt werden. Nur wenn die Versorgung dadurch wirklich sichergestellt werden kann, können wir auf fossile Brennstoffe verzichten. Um diese Versorgung sicherzustellen benötigen wir Innovationen und Technologien und die Wissenschaft. Nur so können wir wirtschaftlich weiter wachsen.

Und dann natürlich noch die Bewusstseinsmachung für die Gesellschaft. Das Problem angreifbar machen. Eine Idee wäre hier, um wieder ein wenig auf unser Katastrophen-Szenario (kein Strom mehr) zurückzukommen, das Aufzeigen von und Konfrontieren mit möglichen Szenarien einer plötzlichen Energiewende.

 

Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems. (Unbekannt)

 

Coverphoto – Quelle: https://bilder.t-online.de/b/71/22/14/94/id_71221494/610/tid_da/die-deutschen-verbrauchen-fuer-ihren-lebensstil-pro-jahr-weit-mehr-als-doppelt-so-viele-natuerliche-ressourcen-wie-ihr-eigenes-land-dauerhaft-zur-verfuegung-stellen-kann-.jpg

Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer

die Lösung der Probleme?

Wenn wir von Effizienz, Konsistenz und Suffizienz sprechen, stellen wir uns sehr schnell die Frage, wie anpassungsfähig unsere Gesellschaft denn eigentlich ist?

Uns allen ist inzwischen das Konzept des ökologischen Fußabdrucks bekannt (oder der ökologische Rucksack, den wir in einem der vorherigen Blogbeiträge vorgestellt haben). Die Folgen des eigenen Konsums sind für uns nachvollziehbar, ob es nun die ökologischen oder sozialen sind. Der Klimawandel wird tagtäglich sichtbarer, die Produktionsbedingungen von Kleidung in Bangladesch kennen wir. Doch welche Konsequenzen zieht unsere Gesellschaft daraus?

Wenn wir die politischen Entwicklungen betrachten, sind die 2-Grad-Ziele von Paris der Maßstab, den es gilt zu halten. Gleichzeitig wird bei einem Blick in die Medien deutlich, dass zahlreiche Staaten ihre gesteckten Ziele nicht einhalten können. Die Anstrengungen auf dem Weg zum 2-Grad-Ziel sind auf der politischen Agenda nicht sehr weit oben angesiedelt, bzw. PolitikerInnen scheuen einschneidende Schritte aus Angst vor den Reaktionen der WählerInnen. An diesem Beispiel zeigt sich deutlich, dass die Politik und letztendlich der Gesetzgeber nicht der entscheidende Treiber für ökologische und nachhaltige Veränderungen unserer Gesellschaft ist.

Aber wie kann eine nachhaltige Veränderung aussehen, wie können wir selbst zu einer Veränderung beitragen? Viele Probleme die unsere Gesellschaft erzeugt, sind bekannt, aber Veränderungen lassen sich nur sehr langsam umsetzen. Vielleicht zu langsam?

Zum einen gibt es Produkte, die mit hoher Effizienz arbeiten, aber einfach von der Kundschaft nicht akzeptiert wurden. Der VW Lupo 3L wurde schon vor knapp 20 Jahren (1999) auf den Markt gebracht, hat aber nur wenig Interesse und Anklang gefunden. Dagegen sind SUV’s zu einer der beliebtesten Fahrzeugkategorie geworden, trotz der Folgen.

Welche Lösung bleibt dann, um die immer stärker werdenden Probleme die durch Umweltbelastung und Klimawandel auf uns zukommen, anzugehen? Können wir auf die große technische Innovation hoffen, die diese Probleme auf einen Schlag lösen kann?

 

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Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer

from efficiency to sufficiency

Von der Effizient zur Suffizienz. Es soll ein Bewusstsein für die Begrenztheit natürlicher Ressourcen, für den Klimawandel und in Folge zur dringenden Notwendigkeit des Einsparens der Energie geschaffen werden.

Auf den ersten Blick, könnte man einen starken Kontrast zwischen Suffizienz und Technik sehen. Jedoch, darf sich die Suffizienz niemals gegen technologische Fortschritte richten. Es gibt eine Vielzahl an technischer Innovationen die diesem Anspruch gerechnet werden. Nehmen wir einmal das Carsharing. Dabei geht es nicht um Einsparung oder gar Verzicht, es geht um eine vernünftige und bewusste Nutzung.

Suffizienz birgt viele Potenziale. Zum Beispiel ist ein Energiesparhaus immer nur so effektiv und sparsam wie seine BewohnerInnen.

 

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Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer

less is still less… or is it more?

Der ökologische Rucksack

“Die Politik hat den Eindruck vermittelt, dass sich die Klimaerwärmung aufhalten ließe, ohne dass wir unseren Lebensstil und unsere Produktionsweise ändern. Nach den verschwendeten Jahrzehnten voller Augenwischerei und Gewöhnung sind revolutionäre Veränderungen in der Wirtschaftspolitik, im Verkehr, in der Landwirtschaft notwendig.” (Schulte von Drach 2017)
Mehr Infos: Markus Schulte von Drach

Wenn man sich mit den Themen Ressourcen und Energieeffizienz beschäftigt, landet man zum einen automatisch bei Konsistenz und Suffizienz und zum anderen bei Klimawandel. Hierbei stellt sich dann immer stärker die Frage, was dies für das eigene Leben bedeutet. Wie sehr muss sich unsere Gesellschaft ändern? Ist es richtig, ein neues Handy zu kaufen, obwohl das alte noch funktioniert? Sollte ich fliegen oder doch die Bahn nehmen? Aber nutzt dies überhaupt noch was oder müssen wir hier in viel radikaleren Schritten denken? Oder nur auf etwas Luxus verzichten? Wird es möglich sein, durch technischen Fortschritt Lösungen zu finden, also “die nächste Stufe der Zivilisationsrakete zünden” (Schellnhuber 2017)?

In den nächsten Blogeinträgen werden die erwähnten Ansätze genauer erläutert, um einen tieferen Einblick in die aktuelle Forschung zu erlangen und in weiterer Folge zukunftsweisende Modelle aufstellen zu können.
Und etwas zur Berechnung des eigenen Lebensstils: Lebensstil -Rechner

Quellen:
Schellnhuber, Hans 2017: Schwachsinn ist, wenn Politiker wieder in Gummistiefeln auf dem Deich stehen. Im Magazin Stern, vom 20.11.2017; Interview von Dieter Hoß. https://www.stern.de/panorama/wissen/klimaforscher-schellnhuber–schwachsinn-ist–wenn-politiker-wieder-in-gummistiefeln-auf-dem-deich-stehen-7756216.html [abgerufen am 21.11.2017]

Schulte von Drach, Markus 2017: Die Zeit der kleinen Schritte ist vorbei. In der Süddeutschen Zeitung, vom 9.11.2017.
http://www.sueddeutsche.de/politik/klimaerhitzung-die-zeit-der-kleinen-schritte-ist-vorbei-1.3722037 [abgerufen am 15.11.2017]

Coverphoto-Quelle: http://www.barthauer.de/fileadmin/Redaktion/Bildmaterial/1_Unternehmen/Aktuelles_Newsletter_Videoblog/-Bilder_Newsletter_Landing-Pages/Grafik_Rucksack.jpg

Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer

efficiency for what?

Skandinavien und Wasserkraft

Skandinavien gehört zu den Vorreitern was Ressourceneffizienz anbelangt. Besonders Dänemark und Norwegen bieten hier spannende Ansätze. Aufgrund der topographischen Lage wird dort in erster Linie auf Wasser- und Windkraft gesetzt. Laut unserer Recherchen wird in Norwegen rund 99% des Strombedarfs durch Wasserkraft gedeckt.

Um bei unseren potentiellen InterviewpartnerInnen einen möglichst großen Radius zu haben, möchten wir sowohl PartnerInnen aus Österreich, als auch auch Skandinavien und Deutschland befragen. Die Interviews sollen dabei nicht nur den Status quo abfragen, sondern herausfinden, welche Visionen und Perspektiven die InterviewpartnerInnen sehen. Wichtige Punkte sind dabei der schon im vorherigen Blogbeitrag erwähnte Rebound-Effekt, aber auch eine mögliche Kreislaufwirtschaft, die Produktions- und Lieferströme unseres Wirtschaftssystems kritisch hinterfragen. Dabei stellt sich auch die Frage, ob unsere bisherige Form des Handelns und Konsumierens unter Betrachtung des Verbrauchs von Ressourcen und der Belastung der Umwelt nicht einen radikalen Wandel benötigen.

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Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer

efficiency for what?

Gesellschaftlicher Wachstum und weniger Ressourcenverbrauch? 

Im Zuge unserer letzten gruppeninternen Diskussionsrunde verständigten wir uns bereits (unbewusst) auf das Thema der Smart Grids. Durch unser strukturiertes und fokussiertes Vorgehen, dass nach schnellen Lösungsansätzen sucht, drifteten wir schnell in eine bestimmte Ecke und hatten den Blick auf das große Ganze verloren.

Nach der Feedbackrunde mit den Lehrenden sind wir zu dem Schluss gekommen, einen Schritt zurück machen zu wollen um in weiterer Folge zwei Schritte nach vorne machen zu können.

In unserer nächsten Diskussionsrunde versuchten wir die grundsätzliche Verbindung zwischen Technologie und Ressourcen herzustellen und herauszufinden in wie fern sich die beiden beeinflussen. Technologie ist der treibende Faktor hinsichtlich Ressourcenverbrauch, Technologie macht uns effizienter, Technologie ermöglicht neue Ressourcen. Das Vorkommen von erneuerbaren Ressourcen ist sozusagen “unendlich”, das Vorkommen von technisch zugänglichen Vorkommen von Ressourcen jedoch sehr wohl “endlich”. Eine weitere Überlegung brachte uns zu dem Gedanken, dass durch technische Innovationen, Entwicklungen und Fortschritte die Zugänglichkeit zu den Vorkommen erleichtert wird.

An diesem Punkt sind wir bei einem Paradoxon unserer Gesellschaft angelangt. Bis dato haben unsere technologischen Errungenschaften, unseren Ressourcenverbrauch eher angekurbelt und diesen beschleunigt, als in zu minimieren und unser Verhalten nachhaltiger zu gestalten. Beispielsweise kann hier der Verbrennungsmotor genannt werden, der grundsätzliche eine tolle Erfindung ist und uns als Menschheit große Freiheit ermöglicht hat. Durch die Tatsache, dass aber mittlerweile fast jede Familie (zumindest in Europa und den USA) ein oder mehr Autos besitzt hat die Erfindung zu einem enormen Anstieg des Erdölverbrauches geführt. Dass sich der Verbrauch von Autos pro Kilometer grundsätzlich verringert hat, wird vielfach durch höheren Komfort und Sicherheit, was zu mehr Gewicht führen, aufgebraucht. Auch zeigt sich, dass sparsame Fahrzeuge häufiger genutzt werden und der Gesamtverbrauch somit höher wird (Rebound-Effekt).

An diesem Punkt wollen wir ansetzen: Was muss sich ändern, dass Technologie zu einem geringeren Verbrauch an Ressourcen führt?

Somit lautet unsere überarbeitete Forschungsfrage nun:

Wie kann uns Technologie helfen gesellschaftlichen Wachstum aufrechtzuerhalten bzw. ist es möglich und gleichzeitig weniger/keine nicht-erneuerbare Ressourcen zu verbrauchen?

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Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer

efficiency for what?

Ein Ende der Ressourcen?

Ausgehend vom Themenfeld Ressourcen und dem Umgang mit diesen in der Zukunft, insbesondere im Zusammenhang mit Digitalisierung, war ein Brainstorming der Ausgangspunkt unserer Recherchen. Dabei ist relativ schnell deutlich geworden, dass Ressourcen nicht nur die klassischen Rohstoffe sind, sondern auch die Menschen selber als Ressource verstanden werden, Arbeitskraft, Wissen und Fähigkeiten, aber auch Daten zu täglichen Bewegungs- und Verhaltensmustern, Konsumverhalten und soziale Kontakte. Ebenso haben wir über den Umgang mit Rohstoffen für unser tägliches Leben diskutiert, wie Energie, Wasser, aber auch Recycling und neu aufkommende Themen wie Urban Mining.

Aus diesen Themen hat sich der Bereich der Smart Grids als unser favorisiertes Thema für die weitere Bearbeitung herauskristallisiert. Die Relevanz der dezentralen Stromerzeugung durch Wasser, Wind und die Sonne wird künftig immer mehr in den Vordergrund rücken. Smart Grids ermöglichen, die perfekte Abstimmung zwischen der Erzeugung erneuerbarer Energien und einem flexiblen Verbrauch. Die effiziente Nutzung der Infrastruktur, die Netzstabilität und die Versorgungssicherheit können so gewährleistet werden. Die Smart City Wien, Modellregionen in Salzburg und in der Steiermark und die Pionierregion Oberösterreich sind nur eine Auswahl von Regionen bzw. Orten in Österreich, wo bereits auf Smart Grids gesetzt wird.

Folgend eine Darstellung aller involvierten AkteurInnen, wenn um das Thema intelligente Stromnetze geht.

Smart Grids

Was können diese Smart Grids jetzt eigentlich genau, bzw. wie funktionieren sie? Als kleiner Einstieg in das Thema könnt ihr euch ein acht Minuten langes Video von der “SMARTGRIDS Austria – Die österreichische Technologieplattform zum Thema Smart Grids” anschauen.

Wohin die Reise nun genau hingeht können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Unser Interesse für das Thema der “Smart Grids” ist auf jeden Fall einmal geweckt. Eine erste Überlegung wäre im Rahmen der filmischen Umsetzung ein Worst-Case Szenario ala “Plötzlich kein Strom mehr!” darzustellen.

 

Coverphoto – Quelle: http://syn.org.au/app/uploads/eat-earth.jpg

Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer