from efficiency to sufficiency

Von der Effizient zur Suffizienz. Es soll ein Bewusstsein für die Begrenztheit natürlicher Ressourcen, für den Klimawandel und in Folge zur dringenden Notwendigkeit des Einsparens der Energie geschaffen werden. An dieser Stelle, möchten wir euch gerne einladen, einen Blick in die Fachzeitschrift “movum” zu werfen. In mehreren Artikeln wurde sich mit dem Thema “Nachhaltigkeit heißt Effizienz und Befreiung” beschäftigt. –> hier nachzulesen

Auf den ersten Blick, könnte man einen starken Kontrast zwischen Suffizienz und Technik sehen. Jedoch, darf sich die Suffizienz niemals gegen technologische Fortschritte richten. Es gibt eine Vielzahl an technischer Innovationen die diesem Anspruch gerechnet werden. Nehmen wir einmal das Carsharing. Dabei geht es nicht um Einsparung oder gar Verzicht, es geht um eine vernünftige und bewusste Nutzung. Genau mit dieser Herausforderung hat sich das Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie beschäftigt. –> “Öko-Effizienz und Öko-Suffizienz von professionalisiertem Car-Sharing” S71ff”

Suffizienz birgt viele Potenziale. Ein Energiesparhaus ist immer nur so effektiv und sparsam wie seine BewohnerInnen.

 

Coverphoto – Quelle: http://www.forumfutureenergy.de/wp-content/uploads/2014/10/effizienz_slide.jpg

Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer

less is still less… or is it more?

Der ökologische Rucksack

“Die Politik hat den Eindruck vermittelt, dass sich die Klimaerwärmung aufhalten ließe, ohne dass wir unseren Lebensstil und unsere Produktionsweise ändern. Nach den verschwendeten Jahrzehnten voller Augenwischerei und Gewöhnung sind revolutionäre Veränderungen in der Wirtschaftspolitik, im Verkehr, in der Landwirtschaft notwendig.” (Schulte von Drach 2017)
Mehr Infos: Markus Schulte von Drach

Wenn man sich mit den Themen Ressourcen und Energieeffizienz beschäftigt, landet man zum einen automatisch bei Konsistenz und Suffizienz und zum anderen bei Klimawandel. Hierbei stellt sich dann immer stärker die Frage, was dies für das eigene Leben bedeutet. Wie sehr muss sich unsere Gesellschaft ändern? Ist es richtig, ein neues Handy zu kaufen, obwohl das alte noch funktioniert? Sollte ich fliegen oder doch die Bahn nehmen? Aber nutzt dies überhaupt noch was oder müssen wir hier in viel radikaleren Schritten denken? Oder nur auf etwas Luxus verzichten? Wird es möglich sein, durch technischen Fortschritt Lösungen zu finden, also “die nächste Stufe der Zivilisationsrakete zünden” (Schellnhuber 2017)?

In den nächsten Blogeinträgen werden die erwähnten Ansätze genauer erläutert, um einen tieferen Einblick in die aktuelle Forschung zu erlangen und in weiterer Folge zukunftsweisende Modelle aufstellen zu können.
Und etwas zur Berechnung des eigenen Lebensstils: Lebensstil -Rechner

Quellen:
Schellnhuber, Hans 2017: Schwachsinn ist, wenn Politiker wieder in Gummistiefeln auf dem Deich stehen. Im Magazin Stern, vom 20.11.2017; Interview von Dieter Hoß. https://www.stern.de/panorama/wissen/klimaforscher-schellnhuber–schwachsinn-ist–wenn-politiker-wieder-in-gummistiefeln-auf-dem-deich-stehen-7756216.html [abgerufen am 21.11.2017]

Schulte von Drach, Markus 2017: Die Zeit der kleinen Schritte ist vorbei. In der Süddeutschen Zeitung, vom 9.11.2017.
http://www.sueddeutsche.de/politik/klimaerhitzung-die-zeit-der-kleinen-schritte-ist-vorbei-1.3722037 [abgerufen am 15.11.2017]

Coverphoto-Quelle: http://www.barthauer.de/fileadmin/Redaktion/Bildmaterial/1_Unternehmen/Aktuelles_Newsletter_Videoblog/-Bilder_Newsletter_Landing-Pages/Grafik_Rucksack.jpg

Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer

efficiency for what?

Gesellschaftlicher Wachstum und weniger Ressourcenverbrauch? 

Im Zuge unserer letzten gruppeninternen Diskussionsrunde verständigten wir uns bereits (unbewusst) auf das Thema der Smart Grids. Durch unser strukturiertes und fokussiertes Vorgehen, dass nach schnellen Lösungsansätzen sucht, drifteten wir schnell in eine bestimmte Ecke und hatten den Blick auf das große Ganze verloren.

Nach der Feedbackrunde mit den Lehrenden sind wir zu dem Schluss gekommen, einen Schritt zurück machen zu wollen um in weiterer Folge zwei Schritte nach vorne machen zu können.

In unserer nächsten Diskussionsrunde versuchten wir die grundsätzliche Verbindung zwischen Technologie und Ressourcen herzustellen und herauszufinden in wie fern sich die beiden beeinflussen. Technologie ist der treibende Faktor hinsichtlich Ressourcenverbrauch, Technologie macht uns effizienter, Technologie ermöglicht neue Ressourcen. Das Vorkommen von erneuerbaren Ressourcen ist sozusagen “unendlich”, das Vorkommen von technisch zugänglichen Vorkommen von Ressourcen jedoch sehr wohl “endlich”. Eine weitere Überlegung brachte uns zu dem Gedanken, dass durch technische Innovationen, Entwicklungen und Fortschritte die Zugänglichkeit zu den Vorkommen erleichtert wird.

An diesem Punkt sind wir bei einem Paradoxon unserer Gesellschaft angelangt. Bis dato haben unsere technologischen Errungenschaften, unseren Ressourcenverbrauch eher angekurbelt und diesen beschleunigt, als in zu minimieren und unser Verhalten nachhaltiger zu gestalten. Beispielsweise kann hier der Verbrennungsmotor genannt werden, der grundsätzliche eine tolle Erfindung ist und uns als Menschheit große Freiheit ermöglicht hat. Durch die Tatsache, dass aber mittlerweile fast jede Familie (zumindest in Europa und den USA) ein oder mehr Autos besitzt hat die Erfindung zu einem enormen Anstieg des Erdölverbrauches geführt. Dass sich der Verbrauch von Autos pro Kilometer grundsätzlich verringert hat, wird vielfach durch höheren Komfort und Sicherheit, was zu mehr Gewicht führen, aufgebraucht. Auch zeigt sich, dass sparsame Fahrzeuge häufiger genutzt werden und der Gesamtverbrauch somit höher wird (Rebound-Effekt).

An diesem Punkt wollen wir ansetzen: Was muss sich ändern, dass Technologie zu einem geringeren Verbrauch an Ressourcen führt?

Somit lautet unsere überarbeitete Forschungsfrage nun:

Wie kann uns Technologie helfen gesellschaftlichen Wachstum aufrechtzuerhalten bzw. ist es möglich und gleichzeitig weniger/keine nicht-erneuerbare Ressourcen zu verbrauchen?

Coverphoto – Quelle: https://media.diepresse.com/images/uploads_800/e/2/5/4881957/7A6265C4-2B62-46B1-A08B-529D0E272DBE_v0_l.jpg

Felix Assmann, Michael Kerschbaumer, Marina Siebenhofer