Hashtag – „Wie hieß das nochmal auf Deutsch?“

Nach einem langen hin und einem langen her sollte der Fragebogen nun endlich fertig und wir bereit für den nächsten Schritt sein.

Das Thema “Digitale Teilhabe” ist ein sehr komplexes, da durch die Interaktion von AkteurInnen und Fähigkeiten diverse ineinander verwobene Komponenten aufeinandertreffen, weshalb ein einheitliches bzw. gemeinsames Fassen der Thematik sowie die Festlegung der wichtigsten Elemente eine Herausforderung darstellen. Aufgrund von „neuen“ Settings konnte von den vorab definierten 20 Fragestellungen abgewichen sowie Ja/Nein-Fragen miteinbezogen werden. Diese Auflockerung sowie der Input von BetreuerInnen und KollegInnen war sehr hilfreich für die Überarbeitung, da sich unser Team von dem „versteiften“ Konzept abwenden konnte. So wurden im Zuge des Gruppentreffens am 29.11. nochmal grundlegende Schwerpunktsetzungen nach Themenbereichen und mit ihr eine neue Clusterung von AkteurInnen vorgenommen. Die Privatwirtschaft wurde dabei gestrichen, da diese den Rahmen der Lehrveranstaltung sowie den des Fragebogens sprengen würde. So beziehen wir uns im Fragebogen auf die Akteure: BürgerInnen; Stadtpolitik und Stadtplanung.

Nach wie vor steht im Fokus des Fragebogens die übergeordnete Fragestellung:
Wie verändert sich die Teilhabe an der Stadt der Zukunft durch digitale Technologien?

 

„Aber wo fügen wir jetzt die Hashtags ein?” – “Natürlich so wie bei Instagram!“

Die Kernthemen der Fragestellungen werden je Akteurscluster vorab benannt und mit der deutschen Raute bzw. dem Doppelkreuz kenntlich gemacht. So lauten diese wie folgt:

Einstiegsfragen //   #Verständnis  #Erwartungen

Digitale Teilhabe für BürgerInnen //   #Rolle  #Anonymität  #Transparenz  #Kompetenz

Stadtpolitik //   #Rolle  #Steuerungsform  #Verbindlichkeit  #Transparenz  #Kompetenzen

Stadtplanung //   #Rolle  #Bereitstellung  #Kompetenzen

Katja Schwaigerlehner, Michael Masching, Hannes Schachner, Finja Callesen

Coverphoto – Quelle: https://i.pinimg.com/originals/1f/19/d4/1f19d43b4225956ecd9788cef269baa5.jpg

Von anderen Räumen

Lost in Transformation_

Ausgehend von den großen Fragen der Gestaltung der digitalen Stadt der Zukunft, fragen wir nach den jetzigen Stellschrauben für diese Entwicklung. Dass dabei auch immer eine “Ethik des Programmierens” vonnöten ist, erinnerte uns schon Sarah Spiekermann . Im Sinne dieser Argumentation (mal mehr, mal weniger explizit) gibt es eine zahlreiche Bewegungen in die Richtung, Digitale Medien und damit verbundene Technologie für kollektive Bewegungen zu nutzen, die jenseits von Marktinteressen eine (urbane) Gesellschaft formen will.  

Eine optimistische Sicht auf die Möglichkeiten eines “Empowerments” durch digitale Medien und die Räume, die durch diese Entstehen, gibt Hanno Rauterberg in seinem Buch “Wir sind die Stadt – Urbanes Leben in der Digitalmoderne” (2013, suhrkamp Verlag). Digitale Räume, die durch die digitalen Medien wie soziale Netzwerke entstehen, sind eng verwoben mit dem physischen Raum. Seiner Argumentation nach ersetzen sie keinesfalls das Handeln in der nicht virtuellen “realen” Welt – ergänzt dieses eher. Er betrachtet Phänomene wie Urban Gardening, Flashmobs und Proteste wie Occupy, die die digitalen Medien erst hervorgebracht oder gefördert hätten.

“In today’s world where public spaces and physical cultural spaces no longer retain their function as dominant social space, digital media plays important roles in nurturing daily sociality where concrete and abstract relationships, strong and weak ties, are formed.” (Lim, S.55)

Während Rauterberg in seinem Werk recht verallgemeinernd, teilweise sogar plakativ bleibt, geht bspw. Merlyna Lim (Canada Research Chair in Digital Media and Global Network Society an der “School of Journalism and Communication” der Carleton Universität) einen Schritt weiter. Sie forscht zu den gesellschaftlichen Auswirkungen von Technologie, insbesondere den digitalen Medien und Informationstechnologie. Innerhalb dessen untersucht sie genau die auch von Rauterberg erwähnten Phänomene und setzt die (digitalen) Sozialen Bewegungen explizit in einen Kontext zwischen digitalem, physischen und sozialen Raum.

Dafür, räumt sie ein, müsse man sich zunächst bewusst werden, dass sozialer Raum, wie er in den sozialen Medien produziert wird, ebenfalls innerhalb neoliberaler Logiken des Kapitalismus funktioniert. Soziale Medien, wie Facebook, sind nicht von den Marktkräften befreit – sie sind sogar der inbegriff digitaler Ökonomien, die die Nutzer*innen, ausbeutet. Statt eine wirkliche Gegenüberstellung von Zivilem und Kommerziellem zu bilden, stellen sie eher eher pseudo-heterotopie des Konsums dar (Foucault, 1986). Allerdings sind für die urbane Mittelklasse (wie Lim sie bezeichnet) diese Netzwerke die Orte an denen sie in die alltägliche Sozialisation eintauchen – um sich auszudrücken, miteinander zu interagieren, zu flirten, zu spielen und spaß zu haben, nichts was als Teil von zivilem Engagement eingestuft wird. Und doch, so Lim, seien diese sozialen Handlungen gewissermaßen politisch. Und zwar indem diese neuen sozialen Netzwerke eine Kultur ermöglichen und verstärken, die dazu beiträgt, eine Grundlage, einen Übungsplatz und einen Lernraum für Individuen zu schaffen, um ihre Meinung zu äußern, ihre Rechte zu erproben und mit anderen zu kollaborieren. Diese Kultur der Teilhabe kann für ziviles Engagement eingesetzt werden und gar für eine sinnvolle Teilnahme an Sozialer Bewegung genutzt werden. Beispielsweise waren viele der Protestierenden des “Arabischen Frühlings” keine politischen Aktivist*innen von Anfang an – sie sind ursprünglich aus anderen Gründen den Sozialen Medien beigetreten. (vgl. Lim, 56)

Die Autorin ist gleichzeitig Gründerin des ALiGN Netzwerkes  (Alternative Global Network Media Lab). Dieses Netzwerk will Initiativen und Gruppen unterstützen für ihre Angelegenheit zu mobilisieren und ihre Geschichten zu generieren um alternative Narrative zu schaffen für Hoffnung und Widerstand. Sie benutzen dafür digitale Medien und Technik um so marginalisierten Gruppen oder einfach zivilem Engagement eine Stimme zu geben.

Nija-Maria Linke, Leonard Suttner, Hannah Niemand, Christopher Bindig

Banerjee, Ian 2014: Smart Cities – A contested marketplace for large corporations and small communities. In: Österreichische Ingenieur- und Architekten-Zeitschrift 159 (1): 1-12.

Foucault, Michel (1986): „Of other spaces“, diacritics 16/1, S. 22–27.

Lim, Merlyna (2014): „Seeing spatially: people, networks and movements in digital and urban spaces“, International Development Planning Review 36/1, S. 51–72.

Coverphoto: https://www.madamasr.com/wp-content/uploads/2016/09/2011_Egyptian_protests_Facebook__jan25_card.jpg

 

Verlust der Stadtpolitik // Google Urbanism

Lost in Transformation.

„what makes power hold good, what makes it accepted, is simply the fact that it doesn‘t only weigh on us as a force that says no, but that it traverses and produces things, it induces pleasure, forms knowledge, produces discourse. It must be considered as a productive nework which runs through the whole social body, much more than as a negative instance whose functions is repression“ Michel Foucault 1984

http://netzphilosophie.org/wp-content/uploads/2013/02/Panoptikum-cc-by-sa-I-Punkt-Friman.jpg

Eines der Hauptaugenmerke unserer Forschung ist der Mensch in der Stadt: als Individuum und in Kollektiven der diversen Gesellschaft im Kontext der Digitalisierung. Und die Frage nach Machtverschiebungen, die innerhalb dieses Gegensatzes gerade stattfinden. Dabei beleuchten wir die Chancen für die Planung und die Nutzung der Stadt, die sich für Bürger*innen ergeben (Demokratisierung) – aber auch die großen Unternehmen, wie die Google-Mutterfirma Alphabet, die in der Stadtentwicklung mehr und mehr an Macht gewinnen.

„Algorithmen übernehmen die Stadtplanung – so wird der öffentliche Raum privatisiert.“

Alphabet startete im Jahr 2015 die Tochterfirma und versucht sich so als Akteur für Stadtentwicklung zu etablieren. So beauftragte die Stadt Toronto das Unternehmen um die Quayside, ein zwölf Hektar großes, unbebautes Gebiet am Wasser, unter dem Projektnamen Sidewalk Toronto in ein digitales Wunderwerk zu verwandeln.

https://sidewalktoronto.ca/

„Städte, sagt Alphabet, waren schon immer Plattformen; jetzt sind sie eben auch digitale. “Die großartigsten Städte der Welt waren immer Zentren des Wachstums und der Innovation, weil sie auf die Plattformen setzten, die von ihren visionären Führern eingesetzt wurden”, heißt es in dem Vorschlag. “Rom hatte Aquädukte, London die U-Bahn, Manhattan das gitterartige Straßennetz.” Toronto wird Alphabet haben. Inmitten dieser Plattform-Euphorie vergisst man leicht, dass etwa ein Straßennetz in der Regel keiner privaten Entität gehört, die fähig ist, manche auszuschließen und andere zu bevorteilen.“ (Süddeutsche)

Jedoch schafft Alphabet kein digitales Netzwerk, sondern ein gewaltiges Machtmonopol. Wie die auch die Süddeutsche Zeitung in einem kürzlich erschienen Artikel warnt, wäre das das Ende der Stadtpolitik, oder gar der Demokratie – indem die kommunale Planungshoheit durch Marktkräfte ersetzt wird.

Was würde passieren, wenn dieser sogenannte Google Urbanismus wirklich übergreifen würde? Dieser Frage geht eine Projektgruppe des Strelka Institute for Media, Architecture and Design in Moskau nach und startete das Projekt Google Urbanism. In diesem Projekt geht man von den öffentlichen Räumen der Stadt aus, die nur mit den aktiven Nutzern dieser Räume, als wesentlicher Bestandteil von demokratischer Stadtpolitik funktionieren. zum Interview

“Users are real people, and before being present in the digital space of tech platforms, they are always actually present somewhere in the physical space of the real world…Our project imagines a new type of “public license”, where “access to users’ presence” in public spaces could generate financial dividends for the city, similar to how licensing mining rights to private companies generates royalties for the state.” 

http://googleurbanism.com/
http://googleurbanism.com/

Das Projekt argumentiert für eine Art Lizenz für die Generierung und vor allem für die Abschöpfung von Daten im öffentlichen Raum, die von Unternehmen, insbesondere Google, erstanden werden kann. Die Erträge des Verkaufs kämen wieder der Stadt und ihrer NutzerInnen zugute.

Diese Studienabschlussarbeit spielt mit dem Gedanken eines an Public-Private-Partnership angelehnten Konzepts, das sich für die “Smart City” schon lange abzeichnet. Die Provokation dahinter durch das Spiel mit der Frage um die Funktion des eigenen Körpers als “Datenspender” im öffentlichen Raum, ist erst nach genauerem Hinsehen ersichtlich. 

Fragen die sich uns stellen:
Sollte die Stadt mit Google zusammenarbeiten?
Sollte man der Stadt Wien freiwillig Daten zur Verfügung stellen um Unternehmen wie Google auszubremsen?

Nija-Maria Linke, Leonard Suttner, Hannah Niemand, Christopher Bindig

Der überflüssige Mensch

Lost in Transformation.

Nach dem letzten Workshop geht ein Teil der Arbeitsgruppe in das Theaterstück „Golem oder der überflüssige Mensch“ im Schauspielhaus.

Golem oder der überflüssige Mensch

Die neue Epoche der Menschheit wird in eine dystopische Zukunftsvision in einer musikalischen Textcollage skizziert. Dabei wird die Schöpfungsgeschichte, der Mythos des Golems (in Verbindung mit dem Stück „Rossum’s Universal Robots“ das 1920 von Karel Capek aufgeführt wurde) verknüpft und durch Auszüge aus dem Transhumanismus zu einer (De-)Evolutionsgeschichte des Menschen gewoben. Die Risiken und Ängste, die diese Schwelle mit sich bringt, werden im Stück zugespitzt und erlebbar gemacht – man nimmt Position ein, im Diskurs der Digitalen Transformation.

Der Regisseur mit seiner Interpretation durch die Verarbeitung des Themas soll eine der Perspektiven für unsere Forschung darstellen. In den nächsten Tagen reflektieren wir ausgehend von der Präsentation und den aufkommenden Fragen den Fokus der sich in unserer Forschung bildet. Das Individuum und das Kollektiv – sind die beiden Dichotomien um die sich unserer Diskussionen drehen. Und dabei die Suche nach diesen in Verbindung mit städtischen und den entstehenden digitalen Räumen.

Nija-Maria Linke, Leonard Suttner, Hannah Niemand, Christopher Bindig

Verlust des Individuums

Lost in Transformation.

„Ich übergebe mein Recht, mich selbst zu beherrschen, (…) dieser Gesellschaft unter der Bedingung, dass du ebenfalls dein Recht über dich (…) ihr abtrittst. Auf diese Weise werden alle einzelnen eine Person und heiße Staat oder Gemeinwesen. So entsteht der große Leviathan oder (…) der sterbliche Gott, dem wir (…) Frieden und Schutz zu verdanken haben“ Hobbes 1651, Leviathan

Das Zitat von Thomas Hobbes wird heute mitten in der Digitalen Transformation in der eine vollständige Vernetzung der Menschen möglich wird, in einen neuen aktuellen Kontext gerückt. Die kontinuierliche Produktion von Daten über unsere Lebensweise und somit auch Handlungen im Raum macht uns transparent. Unternehmen wie Google fassen dies zu einem großen intelligenten System zusammen, dass sich einzig aus den Daten der Einzelnen speist. Etwas wovor man sich fürchten muss, wird durch die Sage des Meerungeheures Leviathan skizziert, damit macht Hobbes auf die Probleme aufmerksam die, die Dichotomie zwischen Freiheit und Sicherheit bringt.

https://www.pulsarplatform.com/blog/wp-content/uploads/2017/07/hobbes-leviathan.jpg

Nur, dass der Staat den Hobbes durch den Leviathan skizziert in der heutigen Zeit gegen die neuen Ungeheuer die sich aus den Menschen (Daten) speisen scheinbar ohnmächtig ist. Dies ähnelt den Dystopien die wir aus Science-Fiction Filmen kennen.

Wie die Zukunft der Stadt früher aussah … 

Entscheiden wir in digitalen Systemen eigentlich noch selbst? Oder wird alles der Perfektion der Effizienz unterworfen?

Sarah Spiekermann spricht sich im Interview (Die ethische Maschine) für eine Ethik des Programmierens aus. Wir brauchen eine Vorstellung davon wie wir in der digitalen Welt leben wollen. Sozusagen eine neue Utopie. Wie entwickelt man diese Utopie? Wer sind die Akteur*innen in diesem Entstehungsprozess?
Wir wollen in unserer Forschungsarbeit genau diesen Fragen nachgehen und Gegenentwürfe zum aktuell dominierenden System untersuchen. Was abseits von Facebook, Uber und AirBnB passiert und wie sich dieser Widerstand gegen den Verlust des Individuums in der digitalen Stadt ausdrückt ist der Ansatz dem wir nachgehen wollen.

Coverphoto – Quelle: http://dreamcatcherreality.com/memory-battery-matrix/

Nija-Maria Linke, Leonard Suttner, Hannah Niemand, Christopher Bindig

 

Lost in Transformation

Digitale Transformation_

Was kommt da auf uns zu?

Das ist die Frage die sich uns als Forschungsteam im Rahmen des interdisziplinären Projektes stellt. In allen Bereichen des Lebens scheint sich das Digitale auszubreiten. Doch nicht abrupt wie man sich eine Revolution vorstellt sondern schleichend und unbemerkt baut sich ein intelligentes System auf.
Wir sind schon mitten drin!
Wer steuert diesen Prozess, wer gestaltet ihn, wer sind die Gegner*innen und die Befürworter*innen dieser Revolution und was geschieht mit dem Leben der Individuen, wenn sie scheinbar unbemerkt Teil dessen werden, sind die Fragen die sich uns in der Annäherung an das Thema aufwerfen. Im Folgenden möchten wir uns eine erste theoretische Basis zur Einführung in den Diskurs aktueller Entwicklungen der Digitalisierung im Kontext Stadt legen.

Georg Simmel beschreibt in dem 1903 erschienenen Aufsatz „die Großstädte und das Geistesleben“ die Prozesse der Transformation des Menschen in der Stadt während der industriellen Revolution. Er sieht den Menschen in der Maschine, das Individuum kämpft mit dem Prozess sich völlig in das System einzugliedern und somit seine „leibliche Existenz“ zu verlieren. Hierbei ist Grundmotiv:

„(…) der Widerstand des Subjekts, in einem gesellschaftlich-technischem Mechanismus nivelliert und verbraucht zu werden“. Simmel 1903, Die Großstädte und das Geistesleben

Die Stadt als demokratischer Ort in dem sich die Kultur verkörpert ist Ausdruck diese „Kampfes“ wie Simmel diesen Prozess beschreibt. In der Stadt lässt sich ablesen wie die Gleichung zwischen den individuellen und überindividuellen Inhalten des Lebens aufgeht und sich die Persönlichkeit mit der äußeren Macht abfindet.
Simmel beschreibt wie sich die Psyche des urbanen Menschen verändert. Er stellt die These auf, dass die Reaktion auf das Leben im mechanisierten Raum die Reaktion ehemals von der natürlichen Handlung aus dem Gemüt (Individualität) heraus nun aus dem Verstand (Leistung / Gegenleistung) heraus geschieht. Alle Handlungen laufen in den Taktungen der Maschine die die Wege des Menschen scheinbar vorzugeben scheint.

Der Kampf des Großstädters um die Menschlichkeit in der Maschine, den Simmel in seinem Text ausführt, ist heute wieder brandaktuell denn wir stecken immer noch in der Maschine doch nun wird sie digital.

https://i.ytimg.com/vi/ddK1ui1UUys/maxresdefault.jpg

Das Interview mit Sarah Spickermann unter dem Titel die „ethische Maschine“ greift genau diesen von Simmel beschriebenen Prozess auf und stellt die Frage wie sich der Mensch dazu positioniert. Sie spricht über die Transzendentalist*innen die den Menschen nur als Fehler in dieser sich selbst perfektionierenden Maschine sehen – verblüffend, wenn man sich die eingehenden Worte Simmels die vor über hundert Jahren geschrieben wurden dazu in Gedanken ruft. Sie haben den Verlust der „leiblichen Existenz“ akzeptiert, und genau diese Menschen programmieren gerade die Maschine neu.

Sarah Spiekermann im Interview

Nija-Maria Linke, Leonard Suttner, Hannah Niemand, Christopher Bindig