Field Trips in Public Space 4 – (Süd-)Osteuropa
Städte am Rand

Zum inzwischen vierten Mal heißt es: Willkommen bei den Field Trips in Public Space!

“Im Zentrum geschieht alles, dann (oder vielleicht) folgt die Peripherie. Doch nicht immer: manchmal werden eben die Städte an der Grenze zu Epizentren des Wandels. Randorte und -zonen sind Räume der Marginalität, aber auch der Unbestimmtheit, Vermischung, der gegenseitigen Befruchtung. Andersrum entspricht ein periphärer Charakter nicht unbedingt einer Grenzsituation sondern oft einem Zustand der Absonderung, Unzugänglichkeit, Unterentwicklung. Und nicht zuletzt verschieben sich Zentrum und Peripherie auch im urbanen Raum so viel öfter und freier als wahrgenommen oder geplant.

Balkan und/oder Südosteuropa sind auch diesbezüglich ausgezeichnete Forschungsfälle: am Rande Europas, am Rande aller Kaiserreiche, am Rande der Wahrnehmung, seit drei Jahrzehnten im Wandel von harter Grenze zwischen zwei Weltordnungen zum europäischen Zusammenwachsen. Ehemalige Randstädte zur enthusiastischen und klugen Wiedererfindung aber auch zur harten nationalistischen oder sozialen Abgrenzung. Das trifft sowohl auf die allgemeine Stadtentwicklung und Stadtkultur sowie auf den öffentlichen Raum zu.”
Stefan Ghenciulescu