Tag 7: Von Fischern und Reptilien

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Im Gespräch mit Marius auf den temporären Möbeln am Somes.

An unserem letzten Tag waren wir am Morgen mit Marius Moga, Initiator des Projekts Someș Delivery im Parcul Armătura verabredet. Er hat uns von den Anfängen des Projekts und den damit verbundenen Anfangsschwierigkeiten, besonders im Umgang mit den Stadtverwaltung, berichtet. Das Projekt Someș Delivery findet jährlich an verschiedenen Orten entlang des Someș statt und fokussiert sich auf die Aktivierung von Nachbarschaften zur Verbesserung öffentlicher Räume entlang des Flusses. 

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Illegale Brücke, die von der Nachbarschaft gewünscht wurde.

Im Anschluss daran haben wir Reaktor besucht, die sich selbst als experimentelle Plattform beschreiben. Oana Mardare und ihr Mann Doru Taloș, beide Schauspieler, sind vor vier Jahren aus dem Ausland zurück nach Cluj gezogen mit der Idee eine kleine Theaterinitiative zu gründen. 

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Seltene Sichtung einer unbekannten Spezies…

Selbst würden sie ihre Aktivitäten nicht als Aktivismus im öffentlichen Raum bezeichnen, da sie eher in ihrem eigenen Hof agieren. Im Gespräch kamen sehr interessante Perspektiven über die Kulturszene heraus, die an mancher Stelle mit Skepsis und Pessimismus verbunden waren. Ein sehr interessantes Gespräch, in dem man Müdigkeit aber auch unglaubliche Stärke, Willen, Mut und Motivation gespürt hat. 

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Im Saal von Reaktor.

Mit diesen Eindrücken verlassen wir Cluj. Es war eine sehr spannende Zeit in der unglaublich nette und hilfsbereite Gesprächspartner*innen treffen durften. Jede*r einzelne hat uns bei unserer Arbeit sehr weiterhelfen können und wir würden uns sehr wünschen in Kontakt bleiben zu können. Im Zuge dessen möchten wir uns bei allen Gesprächspartner*innen bedanken, die uns diese spannende Erfahrung ermöglicht haben. 

Tag 6: Von Wäldern und Wiesen

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Im Goethe Zentrum.

Am vorletzten Tag unserer Exkursion konnten wir noch einiges über Cluj erfahren. Am Morgen haben wir uns mit Ingo Tegge vom Goethe Zentrum in Cluj getroffen und mit ihm über den Beitrag seines Zentrums bei Kunst- und Kulturveranstaltungen gesprochen. Das deutsche Kulturzentrum beteiligt sich immer wieder bei unterschiedlichen Projekten, die beispielsweise von der Fabrica de Pensule organisiert werden. 

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Im Gespräch mit Ingo Tegge.

Im Anschluss daran haben wir uns ein zweites Mal mit Adrian getroffen, der uns diesmal durch verschiedene Parkanlagen von Universitätsgeländen führte und auf die Unzugänglichkeit dieser aufmerksam machte. Wie auf den Fotos zu erkennen, haben wir keine Mühen gescheut, um die Zäune aus nächster Nähe betrachten zu können 😉 

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Into the wild in Cluj.

Adrian machte bei unserem gemeinsamen Weg nach Mănăștur, weiterhin auf den unzureichenden Ausbau von Fuss- und Radwegen ausserhalb des Stadtzentrums aufmerksam. 

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Umzäunung des Universitätsparks. 

In Mănăștur waren wir ein weiteres Mal mit Laura Panait von ColectivA verabredet, die uns als Initiatorin des Projekts La Terenuri durch die 70er-Jahre-Siedlung führte und einige spannende Einblicke in den Projektablauf und aufgetretene Schwierigkeiten geben konnte. Sie zeigte uns verschiedene von ihnen initiierte Projekte in dem Stadtteil, der rund 100.000 Einwohner*innen beherbergt. 

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Die Bühne in La Terenuri.

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Erkundung der Nachbarschaft von Mănăștur mit Laura.

Am Abend besuchten wir gemeinsam mit Laura ein Screening in der Fabrica de Pensule. Dort wurde “Altă Dată”, ein Film junger rumänischer Künstler*innen gezeigt zu diesem für kommenden Freitag eine Performance geplant ist. 

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Beim Screening in der Fabrica de Pensule.

Langsam aber sicher packen wir unsere Sachen zusammen und nehmen Abschied von Cluj. 

Tag 5: Von Eintrittspreisen, Zäunen und Spielplätzen

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Strand und Spielplatz entlang des Somes. 

Da die für heute geplanten Termine leider kurzfristig abgesagt wurden, haben wir beschlossen die Stadt weiterhin auf eigene Faust zu erkunden. Auf dem Programm standen verschiedene Parkanlagen, die immer wieder von unseren Interviewpartner*innen thematisiert wurden. Insbesondere die vielfach erwähnte Unzugänglichkeit von Anlagen sollte heute Gegenstand der Besichtigung sein. 

Unser Weg führte uns zunächst entlang des Someș in den Westen der Stadt. Im Vergleich zu anderen uns bekannten Städten, wie Wien oder Paris, spielt der Fluss in der Stadtgestaltung und Nutzung von Cluj keine große Rolle. Viel mehr dient dieser als “natürliche Verkehrsachse” entlang derer sich der Verkehr durch die Stadt schlängelt. Dies hat zur Folge, dass auch der öffentliche Raum eher zweckmäßig gestaltet ist, teilweise, wie auf den Fotos erkennbar, noch nicht mal praktikabel. 

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Eindrücke von dem Weg entlang des Somes. 

Der Parcul Rozelor, der diverse Sportgeräte und Sportanlagen aufweist, liegt zwar direkt am Fluss, hat jedoch keine Verbindung mit diesem und ist durch einen Zaun von diesem abgetrennt. 

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Absperrung des Gehwegs am Somes.

Im Anschluss daran wollten wir den den Parcul Iuliu Hațieganu besuchen. Da dieser jedoch flussseitig von einem Zaun abgetrennt ist, der keinen Eingang besitzt, versuchten wir auf der Rückseite einen Eingang zu finden. Über ein Tor, bei dem sich im Nachhinein herausstellte, dass es sich nicht um ein offizielles Tor handelte, konnten wir den Park, der von der Sporthochschule genutzt wird, betreten. Am Ausgang stellte sich dann heraus, dass für den Besuch des Parks eine Gebühr fällig wird. Diese Erfahrung deckt sich mit den Aussagen aus unserem Gespräch mit Adrian, der die Unzugänglichkeit vieler Parks kritisierte. 

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Eingang zum Parcul Iuliu Hațieganu.

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Eintrittspreise für den Parcul Iuliu Hațieganu.

Von dort aus führte uns unser Weg in den Nord der Stadt. Im Parcul Armătura fand dieses Jahr das Projekt Somes Delivery statt, bei dem verschiedene Kunstinterventionen, Workshops und Diskussionsrunden, die öffentliche Debatte über die Integration des Somes in das Nachbarschaftsgefüge thematisiert wurde. Für Mittwoch ist ein Rundgang mit einem der Initiatoren geplant, sodass wir morgen hoffentlich mehr berichten können. 

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Mobiliar von dem Projekt Somes Delivery.

Von dort aus sind wir weiter zum Parcul Feroviarilor gegangen. Der Park, der ehemals den Arbeiter*innen der nationalen Bahngesellschaft als Ort der Erholung diente, wurde von all unseren Interviewpartner*innen erwähnt. Für die Fläche, die – so wie wir es verstanden haben – nun wieder im Besitz der öffentlichen Hand ist, hat die Fabrica de Pensule in diversen Beteiligungsformaten die Wünsche und Anregungen der Nachbar*innen zur Neugestaltung abgefragt. 

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Wilde Bewachsung im Parcul Feroviarilor.

Tag 4: Raus aus Cluj

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Der Eingang zum Salzbergwerk.

Heute ist Sonntag und wir haben die Chance genutzt auch ein wenig das Umland von Cluj zu entdecken. Das Salzbergwerk Salina Turda im etwa 30 km entfernten Turda wurde von all unseren Interviewpartner*innen als interessantes Ziel empfohlen, nicht zuletzt, weil dieses mit dem öffentlichen Nahverkehr gut zu erreichen ist. An dem Salzbergwerk angekommen, das erstmals im Jahr 1075 erwähnt wurde, stiegen wir die Stiegen in die Höhle hinab. Ohne zu wissen was uns erwartet, eröffnete sich eine trapezförmige Halle gigantischem Ausmaßes in etwa hundert Meter Tiefe. Die Wände der Halle, die etwa 50 m breit, 80 m lang und über 40 m hoch ist, waren übersät mit einer traumhafter Maserung.

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Ein futuristischer Anblick beim Hinuntersteigen der Stiegen.

Je weiter wir die Stiegen runterstiegen, wurde nach und nach die skurrilen Nutzungen der Höhle erkennbar. Neben einer Konzerthalle, mehreren Tischtennisplatten, einer Bowlingbahn und einer Minigolfanlage, bildete das Riesenrad ein “echtes” Highlight der Höhle. Darüberhinaus gab es die Möglichkeit einen unterirdischen Salzsee mit Paddelbooten zu umrunden. Die Verwunderung und Sprachlosigkeit über den unterirdischen Freitzeitpark hielt sich konstant bis zum Abend 😉 

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Von Tischtennis bis zu einer Riesenradfahrt ist alles möglich in der Saline Turda.

Derzeit findet in Cluj die World-Press-Photo Ausstellung im Muzeul de Arta statt. Auf dem Rückweg von unserem durchaus unerwarteten Ausflug nach Turda entdeckten wir die Plakatierung zu dieser und nahmen die Möglichkeit wahr, die Ausstellung zu besuchen.

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Die Austellung im Muzeul de Arta. 

Da nun nicht mehr so viel Zeit in Cluj bleibt und für die nächsten Tage schon viel Programm geplant ist, haben wir uns heute zusätzlich noch den Botanischen Garten von Cluj angeschaut. Nicht zuletzt, weil uns ein älterer Herr nach unserem Gespräch mit Istvan den Besuch des Gartens wärmstens empfohlen hat. Obwohl beim Besuch des Botanischen Gartens eine Gebühr fällig wurde, war der Park sehr gut besucht und wird scheinbar nicht nur von den Tourist*innen gut angenommen. In der riesigen Anlage kann neben den verschiedenen Themengärten, wie beispielsweise einem japanischen Garten und einem Rosengarten, auch ein Gewächshaus mit verschiedensten tropischen Gewächsen besucht werden. Am Ende des Tages wurden wir vom ersten Regen in Cluj überrascht.

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Faszinierende Flora.

Tag 3: Die leere Stadt

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Werbung für das allseits präsente Electric Castle Festival.

Es ist Electric Castle und die Stadt ist wie ausgestorben… Das Musikfestival 30 Kilometer entfernt von Cluj ist mit rund 170.000 Besucher*innen eines der grössten Festivals in Rumänien und ein absoluter Besuchermagnet. Zwar hatte das zur Folge, dass die Stadt heute spürbar leerer war, dafür haben wir die Gunst der Stunde genutzt, Cluj heute auf eigene Faust zu erkunden. Bei einer zuvor abgestecketen Route haben wir verschiedene Seiten von Cluj entdecken und sehen können. 

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Aussicht auf die Stadt vom Parcul Cetățuia.

Begonnen hat unsere Entdeckungstour im historischen Stadtzentrum von wo uns unser Weg über den Fluss Somes in den Parcul Cetățuia führte. Von dem Monumentul Eroii Neamului hatte man einen grossartigen Blick über die Stadt. Wieder zurück auf der anderen Seite des Flusses sind wir durch den Parcul Central Simion Bărnuțiu spaziert. Eine Besonderheit hier war die grosszügig angelegte Fläche die explizit zum Aufspannen von Hängematten einlädt, was von vielen Besucher*innen genutzt wurde.

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Hängemattenzone im Parcul Central Simion Bărnuțiu.

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Der Hauptweg im Parcul Central Simion Bărnuțiu.

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Monis Traum eines riesigen Flamingos wurde wahr…fast. 

Von dort aus gingen wir weiter in den Grădina Mikó. Die Parkanlage gehört zu einem Studentenwohnheim und ist eigentlich abgesperrt. Dennoch konnten wir ohne Probleme den Eingang passieren. 

Auf dem Weg zum Zentralfriedhof überquerten wir den Platz Piața Lucian Blaga von dem uns Eugen gestern bereits berichtet hatte und in den naher Zukunft umgestaltet werden soll. 

Die Tour führte uns durch und über die grössten öffentlichen Parks und Plätze im Zentrum von Cluj und konnte einen guten Einblick geben. WhatsApp Image 2018-07-21 at 22.53.07

Die abgesteckte Route durch die Stadt.

Tag 2: Meetings, Meetings, Meetings

Auch heute hatten wir einen vollen und ziemlich erschöpfenden Tag. 

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Besichtigung der Fabrica de Pensule.

Am Morgen waren wir mit Cristina Bodnărescu, Kulturmanagerin der Fabrica de Pensule (Pinselfabrik), verabredet. Cristina konnte uns zum einen über die Entstehung der mittlerweile (welt)berühmten Fabrica de Pensule, zum anderen konnte sie über die Entwicklung der Kunst- und Kulturszene Clujs, berichten. Bei der Fabrica de Pensule handelt es sich um ein altes Industriegebäude, dass von Künstler_innen zu einem Raum für Ateliers, Studios und Galerien umgenutzt wurde.

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Besichtigung der aktuellen Ausstellung.

Dabei stellte sich heraus, dass die Fabrica auch über den eigenen Raum hinaus wesentlichen Einfluss auf den öffentlich Raum nimmt, beispielsweise indem sie den Partizipationsprozess für die Neugestaltung des Parcul Feroviarilor für die Stadt Cluj organisiert hat. Die Fabrica werden wir am Dienstag ein weiteres mal besuchen, um an einem Screening teilzunehmen. 

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Auch ohne Strom funktionierte das Interview sehr gut. 

Im Anschluss haben wir uns mit Laura Panait getroffen. Sie ist seit 16 Jahren in Cluj aktiv und Mitbegründerin des ColectivA, einer NGO, die sich unter anderem mit der Aufwertung und Bespielung öffentlicher Räume in der 70er-Jahre-Siedlung Mănăștur beschäftigt. Der Fokus der Arbeit, der in der Anfangsphase hauptsächlich in der Organisation von Aktivitäten lag, hat sich nach Aussage von Laura, im Laufe der Jahre hin zur Bewohneraktivierung gewandelt um die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten. Laura, die als Aktivistin schon lange aktiv ist, konnte uns darüberhinaus viel über die Veränderung, Errungenschaften und Probleme in der Entwicklung öffentlicher Räume in Cluj berichten. 

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Im Architekten-Stamm-Café mit Laura.

Schon nach dem zweiten Tag in Cluj merken wir, dass sich hier alle untereinander kennen. Sogar wir haben schon einige von unseren Ansprechpartner_innen wieder in der Stadt getroffen. Laura hat direkt die Gelegenheit genutzt Eugen, unseren dritten Interviewpartner mit dem wir heute verabredet waren, einen kurzen Besuch abzustatten, nachdem wir ihr von unserem Termin erzählt haben.

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Im Architekturbüro Planwerk.

Eugen Pănescu, Architekt und Inhaber des Architekturbüros Planwerk, war maßgeblich an der Neugestaltung von öffentlichen Räumen beteiligt. Gemeinsam mit Studienkollegen entwickelte er zu Beginn der 2000er Jahre ein Strategieplan für die Stadt Cluj, der sich vor allem mit der Verkehrsumleitung befasst. Mit Hilfe von Verkehrsplaner_innen konnten sie das Sperren und eine neue Aufpflasterung von einigen Straßenzügen in der Altstadt durchsetzten. Bei einem Rundgang durch die Innenstadt von Cluj zeigte er uns verschiedene bereits realisierte Projekte und erstaunlich viele bevorstehende Planungen.

IMG_4222 Beschreibung der aktuellen Situation und Planungen in Cluj.

IMG_4239Stadtspazierang mit Eugen.

Tag 1: Servus Cluj

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Der Blick aus dem Fenster auf den Piața Unirii.

Nach einer kurzen aber turbulenten Anreise haben wir – Kati, Moni und Sophia – Cluj mitten in der Nacht erreicht. Heute an unserem ersten Tag waren vor allem Organisatorisches und ein erstes Kennenlernen der Stadt geplant. Doch schon morgens ergab sich die Möglichkeit zwei Interviews zu führen. Unsere Interviewpartner waren István Szakáts und Adrian Dohotaru. István ist Präsident der Pinselfabrik und der NGO Alt Art, die sich vorrangig mit öffentlichem Raum und sozialen Beziehungen auseinandersetzen. Von ihm konnten wir wichtige Informationen über die Entstehung des Akteursnetzwerkes in Cluj erfahren. IMG_4060

István bei unserem Treffen im Café.

Das zweite Interview mit Adrian, Abgeordneter im Nationalparlament, dessen Schwerpunkt unter anderem in der Sicherung und Schaffung von öffentlichen Räumen in Cluj liegt, fand in einem von ihm vorgeschlagenen Parks statt. Bei dem Gespräch mit Adrian stellte sich heraus, dass viele Räume in Cluj nicht öffentlich zugänglich sind, sondern nur gegen Gebühr betreten werden können. Dies betrifft insbesondere Parkanlagen von Universitäten. Sein Ziel ist die Öffnung der Räume und die Verbindung dieser untereinander. Beide sind wichtige Akteure in der kulturellen Szene in Cluj.

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Im Gespräch mit Adrian.

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Kaum vorstellbar, dass hier noch vor wenigen Jahren Autos statt Radfahrer fuhren.

Am Abend wurden wir zu einer Tanzperformance in das Transit House eingeladen, einer alten Synagoge, die sich selbst als öffentlichen Raum für Kunst- und Kulturveranstaltungen sieht.

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Das Transit House als Ort für Kunst- und Kulturveranstaltungen

Für morgen ist die Besichtigung der Pinselfabrik mit der Projektkoordinatorin und ein Treffen mit dem Architekturbüro Planwerk geplant. 

 

Aktivismus und öffentlicher Raum

Die zweitgrößte Stadt Rumäniens und Hauptstadt der Region Siebenbürgen ist das Ziel unserer Forschungsreise. Cluj hat sich seit dem Ende des Ceaușescu-Regimes 1989 stark gewandelt und hat internationale Bekanntheit vor allem durch eine renommierte Kunstszene erlangt. Dabei geht die starke Kunstszene aus einer aktivistischen Szene hervor, die in den 1990er Jahren den damaligen nationalistischen Strömungen entgegentreten wollte. Gleichzeitig ist Cluj historisch bedingt stets von verschiedenen kulturellen Einflüssen geprägt worden. Die verschiedenen Epochen und politischen Phasen haben sich sowohl architektonisch manifestiert als auch deutliche Spuren im öffentlichen Raum hinterlassen, die bis heute sichtbar sind. Bis heute ist der Aktivismus wesentlicher Bestandteil des Stadtgeschehens von dem angenommen wird, dass er ebenfalls den öffentlichen Raum stark geprägt hat.

Der Frage ob und in wie fern, der Aktivismus auch heute noch den Raum in Cluj prägt, werden wir, Kati (Architektur), Moni (Architektur) und Sophia (Raumplanung & Raumordnung) im Zuge unserer Forschungsreise nachgehen.

Schaut mal wieder vorbei.

Eure Kati, Moni und Sophia

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