Saluut Bijlmermeer – Aber kein Abschied für immer! 

An diesem Tag verabschieden wir uns nach elf spannenden Tagen in de Bijlmer. Unsere Reise endet nun zwar physisch vor Ort aber unser Field Trip ist noch lange nicht vorbei. Rückblickend können wir von diesem Aufenthalt vieles mitnehmen und dies nicht nur im raumplanerischen sondern auch im sozial-kommunikativen Aspekt. Es benötigt ein gewisses Feingefühl mit Leuten aus den verschiedensten Gruppen zu sprechen und deren Perspektiven auch zu verstehen. Insbesondere ist uns auch klar geworden, dass das Planungsverständnis selbst im mitteleuropäischen Raum länder- aber auch stadtspezifische Unterschiede aufweist. Eine hohe Lebensqualität zu schaffen und diese auch beizubehalten ist nicht immer von Design und Architektur abhängig sondern in erster Linie von den Personen welche sie auch tendenziell nutzen. In diesen Tagen konnten wir einen umfangreichen Einblick über das Leben, den Alltag und das Geschehen in Bijlmer bekommen und haben so die ersten Grundpfeiler für unser Quartiersportrait gesetzt. Auf die Frage, ob die Bauweise und die Architektur aus den 60er und 70er Jahren einen starken Einfluss auf das Leben in diesem Quartier hat, können wir keine punktuelle Antwort geben. Die Wechselwirkungen zwischen Alt und Neu, zwischen den breiten Straßen aus dem Modernismus und deren Nutzung heutzutage und zwischen BewohnerInnen (welche seit den 70er hier leben und Neuzugezogene), sind zu komplex um sie in nur einem Blogeintrag zu beschreiben. Jedoch genau diese Dynamiken machen das Stadtquartier aus. Vielfältig, aber einzigartig – mit diesen allgemeinen und an sich selbst komplizierten Begriffen, verlassen wir dieses besondere Gebiet.

Obwohl wir einen großen Teil unserer Forschungsfragen beantwortet haben, vertiefen wir in den nächsten zwei Monaten unsere Erkenntnisse mittels zwei weiteren ExpertInneninterviews und weiterer Sekundärrecherchen. An diesem letzten Tag entschieden wir uns in eine Rolle als “Tourist” anstatt als ForscherIn zu tauchen und das Gebiet ein letztes mal durchzugehen. Somit bekamen wir auch eine weitere Erkenntnis – hier kann man alles Erleben. 

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In Bijlmermeer wohnen über 100 Nationalitäten und durch ihre Kultur, Restaurants, Geschäfte und vieles mehr repräsentieren sie ein weiteres “neues Zentrum” der etwas anderen Art in Amsterdam. Hiermit verabschieden wir uns vorerst von euch und treten unseren Rückflug nach Wien wieder an. Wir hoffen ihr konntet unseren Blog mit Spannung verfolgen und seid auf unsere weiteren Ergebnisse gespannt.

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Euer Amsterdam Team

Gabi und Martin

 

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