Genua – Le Lavatrici // Vom Monster zum Puzzle

Was macht ein Monster aus? Die oft aufgrund ihrer Erscheinung als Monster benannte Wohnanlage lässt sich unter einer vertiefenden Analyse als ein Komplex von Gebäude, Freiraum und Erschließung lesen. Die Beziehungen zwischen diesen Ebenen sind in diesem Projekt so gedacht, dass sie unter einer Bedingtheit zusammenarbeiten und dass die eine ohne der anderen nicht funktionieren kann, wobei sich deren Grenzen ineinander verschmelzen. Wo beginnt und wo hört die eine Ebene auf? Welche Elemente lassen sich in einer bestimmten Kategorie einordnen und in welcher Art wiederfindet man sie in der anderen? Um diese Fragen beantworten zu können, stoßt man auf die Themen der niveau-gegliederten Vertikalität und der Verschlingung der drei Ebenen in der Dreidimensionalität. Wie bewegt man sich in so einem Wohnkomplex wo die Erschließung stark durch die natürliche und künstliche Topographie vorgeschrieben ist? Welche Orientierungssysteme kann man aus der Positionierung des Erdgeschosses in einem mittleren Niveau der Anlage und der verkapselten Massivität herauslesen?

Um Antworten auf diese Fragen finden zu können nehmen wir uns vor die Wohnanlage vorerst mittels Ebenen (Gebäude, Erschließung und Freiraum)-bezogene Elemente zu zerlegen, eine Dekonstruktion des Baus zu führen, um ihre Schnittstellen und Wechselwirkungen zu analysieren. Die betrachteten Elemente sollten dann vor Ort vertiefend dokumentiert werden, eine neue Tiefe mittels einer Auseinandersetzung mit den Bewohner bekommen um abschließend durch eine Rekonstruktion einen Interpretationsspielraum von der Weite bis ins Detail spannen.

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