Vom “Großen Wien” ins “Kleine Wien”

Wir treten unsere Reise von Wien nach Temeswar (das „Kleine Wien“) voller Euphorie an. Um 13 Uhr fahren wir ab. Während der Fahrt empfangen wir wiederholt Geisterfahrerwarnungen und sind froh, dass diese nicht uns betreffen. Nach anderthalb Stunden erreichen wir die ungarische Grenze. Wir kaufen eine Vignette und halten Ausschau nach einem geeigneten Platz für eine Fahrpause. Wir halten an einer Raststation und begeben uns ins Restaurant. Obwohl am Buffet eine reiche Auswahl an Gulyas-Spezialitäten geboten wird, entscheiden wir uns für ein Wiener Schnitzel und Würstel, die Ähnlichkeiten mit der Wiener Käsekrainer aufweisen. Wir sehen darin eine letzte Erinnerung an das „Große Wien“, bevor es ins „Kleine Wien“ geht.

Bei Budapest geraten wir in einen Stau. Unverzüglich bilden (fast) alle Fahrzeuge die Rettungsgasse. Nachdem wir bemerkt haben, dass ein Fahrzeug vor uns Fahrräder auf dem Dach transportiert und wir die Qualität der Halterung infrage stellen, wechseln wir auf einen anderen Fahrstreifen.

P3.-1 Autobahn

 

An der rumänischen Grenze kaufen wir erneut eine Vignette. Mathias ist ganz aufgeregt, weil er zum ersten Mal in seinem Leben rumänisches Hoheitsgebiet betritt. Uns fällt der alarmierende Stand der Tankanzeige auf und wir müssen von der Autobahn abfahren, um zur nächstgelegenen Tankstelle zu gelangen und erhalten erste Impressionen vom rumänischen Dorfleben. Nach der Überquerung des Flusses Mureş (deutsch Morasch) befinden wir uns endlich im sagenumwobenen Banat. In der Ferne erblicken wir Temeswar (das „Kleine Wien“), aufgrund des schlechten Wetters können wir die Umrisse der Gebäude jedoch nur schlecht erkennen. Nach insgesamt etwa sieben Stunden Autofahrt kommen wir gegen 21 Uhr in Temeswar an. Wir hören den Temeswarer Radiosender. (http://www.radiotimisoara.ro/player/?playlist_id=1)

Beim Durchqueren eines Wohngebietes erkennen wir, dass in Sache KFZ-Dichte das „Kleine Temeswar“ seiner großen Schwester gehörig Konkurrenz macht.

p3.-2 Nu parca

 

Wir werden von Cristians Eltern herzlich empfangen und verköstigt. Gleich danach beziehen wir Quartier und beginnen, die Pläne für unseren ersten Forschungstag zu finalisieren. Wir hoffen auf eine erholsame Nacht, um voll durchstarten zu können.

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