Tag 8: Perspektivenwechsel

An diesem Tag machte ich einen Perspektivenwechsel: Ich fuhr mit einem kleinen Motorboot über die Donau und erreichte zum ersten Mal den nördlichen Stadtteil. Von Norden her blickt man anders auf die Stadt und die starke West-Ost-Ausrichtung wird aus dieser Perspektive besonders deutlich.

Hier sprach ich mit einem Fischer, welcher meint, dass die Lage Sulinas an der Donau, den vielen Kanälen des Donaudeltas und am Schwarzen Meer viele Vorteile für das Fischen hat, doch die hohen Steuern und fehlenden Subventionen diesen Beruf zunehmend unattraktiver machen. Neben dem freien Fischen sollte es außerdem erlaubt sein auch in den alten Armen der Donau, welche im Zuge der Regulierung dieses Donauarms abgeschnitten wurden, dieses Gewerbe auszuüben.

Er meint, dass es eigentlich keinen Unterschied der beiden Donauseiten Sulinas gibt. Mir fällt auf, dass die Nordseite durch seine geringe Bebauung viel ruraler wirkt, auch das Fehlen einer Promenade lässt dieses Donauufer nicht so elegant wirken. Die Menschen gehen hier ihren täglichen Aktivitäten nach, Touristen verirren sich hierher kaum. Die rote Fußgängerbrücke ist hingegen ein schönes Motiv zum Fotografieren und kann als Sehenswürdigkeit dieses Stadtteils gesehen werden.  (siehe Titelbild)

In den letzten Tagen konnte ich vieles über die Stadt, den öffentlichen Raum und die Lipowaner erfahren. Die nächsten zwei Blogeinträgen sollen dazu dienen meine Forschungsreise zu reflektieren und anhand der Theorie über den öffentlichen Raum meine Fragestellung zu beantworten.

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