Czernowitz – Identitäten einer Stadt

Czernowitz am Pruth – eine europäische Stadt mit einer wechselhaften Geschichte. Die einstige kosmopolitische Stadt im hintersten Teil der Habsburgermonarchie wurde Teil des Rumänischen Königreichs, der Sowjetunion und befindet sich heute im Westen der Ukraine. Jedes dieser Länder hat den öffentlichen Raum geprägt und Spuren darin hinterlasssen: etwa im Ersetzen und Umdeuten von Denkmälern bzw. Errichten von neuen, bei der Umbenennung von Straßennamen als auch im architektonischen Stil. Die unterschiedlichen, dem öffentlichen Raum eingeschriebenen Identitäten ersetzen einander jedoch nicht, sondern überlagern sich wie Schichten. So sind sie auch heute noch zu entdecken.

Unsere Forschungsreise widmet sich den unterschiedlichen Czernowitzer Identitäten. Mit der übergeordneten Forschungsfrage – Wie werden in Czernowitz Identitäten durch den öffentlichen Raum produziert?  – nähern wir uns dem Feld und legen den räumliche Fokus auf vier eindrucksvolle Orte in Czernowitz: die touristische Altstadt; den Naturraum Pruth; den Kaliniwski Markt, einem wild gewachsenen Containermarkt; und auf die Plattenbausiedlung südlich des Zentrums. Der Frage der Identitätsproduktion im öffentlichen Raum nähern wir uns von zwei Perspektiven: 1) Dem gelebten Raum, dem alltäglichen Handeln und den täglichen Routinen. 2) Dem Repräsentationsraum, sowohl von offizieller Seite in Form von Raumplanung und Tourismus sowie offiziellen Denkmälern, als auch von inoffizieller, gelebter Seite durch Symbole, Erinnerungen, Zeichen der Instandhaltung als auch Vernachlässigung.

Ein erheblicher Aspekt der Forschungsreise ist ein Austausch unserer Ergebnisse. Im Rahmen der Forschung sammeln wir in jedem Raum für uns wichtige Artefakte und Dinge. Diese präsentieren wir im Rahmen einer Ausstellung in der Bunker Gallery am Ende unseres Forschungsauftenhaltes. Dabei wollen wir mit den Czernowitzer*innen ins Gespräch  kommen, um unsere Erkenntnisse zu präsentieren und zu hinterfragen.

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