Ankunft im verregneten Tirana. Uns gefällts trotzdem!

Nachdem wir am Flughafen Tirana angekommen sind, haben wir den nächstbesten Bus Richtung Zentrum genommen. Die Eindrücke vom Fenster aus waren schon sehr interessant. Bekannte Ketten reihten sich neben Brachflächen an der Einfallsstraße ins Zentrum:

Radfahrer*innen fahren auf der Busspur, Mopeds fahren am Fahrradweg, Fußgänger*innen auch. Ein Mann zieht eine Kuh hinter sich her, zwischen zwei Gebäuden grasen Schafe auf einer plastikverseuchten Wiese, ein Jugendlicher bedient einen kleinen Gemüsestand am Gehsteig, die Leute scheuen sich nicht vor dem Regen, das Leben läuft ganz normal weiter, überall bunte Regenschirme, auch die meisten Radfahrer*innen fahren mit einem Regenschirm in der Hand.

Man merkt eine leichte Anarchie auf der Straße. Der Nutzungsdruck ist hoch. Und was auch auffällt: Sehr viele Menschen, darunter sehr viele junge Menschen, sind draußen auf der Straße.

Im Zentrum angekommen heißt uns Tirana mit regnerischem Wetter willkommen. Wir machten einen Umweg über den bekannten Skanderbeg Platz und waren beeindruckt. Auch bei Regen und schlechtem Wetter war die Stimmung unglaublich. Nachdem wir lange Zeit im Regen auf der Suche nach unserer Unterkunft verbracht haben (das Adresssystem in Tirana ist nicht sehr präzise), waren wir erstmal ein bisschen niedergeschlagen. Man merkte, dass wir auch sichtlich gebeutelt durch den doch sehr ungewöhnlich kalten Mai sind. Ganz gesund ist keiner von uns. Unsere Bleibe für die nächsten 11 Tage liegt aber trotzdem zentral und eignet sich als guter Ausgangspunkt für unsere Interventionen in der Stadt.

Der Regen ließ nach und wir rafften uns auf um Einkäufe zu tätigen. Wieder machten wir einen Umweg, diesmal über Pazari i Ri, der neue Bazaar. Dort bewunderten wir richtig gut gestalteten öffentlichen Raum. Die Häuser sind angemalt und das ganze Flair hat etwas Südländisches an sich. Wir waren und sind immer noch beeindruckt. Wir sind uns sicher; hier müssen wir unsere Teppich-Methode anwenden. Danach gingen wir wieder zum Skanderbeg Platz. Er zieht uns irgendwie magisch an. Diesmal nicht mit Regen, sondern mit Sonnenuntergangsstimmung. Wir genossen wieder mindestens eine halbe Stunde die Stimmung am Platz.

Was uns aber am meisten freut: Unser community mapping (also das Markieren von lieblingsorten, Lieblings Treffpunkten und Angsträume) auf unserer Homepage als auch unser Instagram Account sind voll aufgegangen! Die Kommunikation mit den Institutionen als auch mit jungen Menschen geht plötzlich viel einfacher. Treffen und Kooperationen sind schon ausgemacht. Auch haben wir nun angefangen den Account voll zu bespielen. Also

don´t miss it! Follow us @urban_carpet_tirana

Das Gefühl endlich in der Stadt zu sein für die man zwei Monate lang recherchiert hat, ist schlicht großartig. Die Räume werden nicht nur gesehen, sondern sofort mit den Informationen, die wir durch die Recherche gefunden haben, assoziiert.

Wir verabschieden uns noch mit einer kleinen Galerie für den Tag.

natën e mirë \\ Gute Nacht

Schreibe deinen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*
*