Tag 5: Von Eintrittspreisen, Zäunen und Spielplätzen

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Strand und Spielplatz entlang des Somes. 

Da die für heute geplanten Termine leider kurzfristig abgesagt wurden, haben wir beschlossen die Stadt weiterhin auf eigene Faust zu erkunden. Auf dem Programm standen verschiedene Parkanlagen, die immer wieder von unseren Interviewpartner*innen thematisiert wurden. Insbesondere die vielfach erwähnte Unzugänglichkeit von Anlagen sollte heute Gegenstand der Besichtigung sein. 

Unser Weg führte uns zunächst entlang des Someș in den Westen der Stadt. Im Vergleich zu anderen uns bekannten Städten, wie Wien oder Paris, spielt der Fluss in der Stadtgestaltung und Nutzung von Cluj keine große Rolle. Viel mehr dient dieser als “natürliche Verkehrsachse” entlang derer sich der Verkehr durch die Stadt schlängelt. Dies hat zur Folge, dass auch der öffentliche Raum eher zweckmäßig gestaltet ist, teilweise, wie auf den Fotos erkennbar, noch nicht mal praktikabel. 

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Eindrücke von dem Weg entlang des Somes. 

Der Parcul Rozelor, der diverse Sportgeräte und Sportanlagen aufweist, liegt zwar direkt am Fluss, hat jedoch keine Verbindung mit diesem und ist durch einen Zaun von diesem abgetrennt. 

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Absperrung des Gehwegs am Somes.

Im Anschluss daran wollten wir den den Parcul Iuliu Hațieganu besuchen. Da dieser jedoch flussseitig von einem Zaun abgetrennt ist, der keinen Eingang besitzt, versuchten wir auf der Rückseite einen Eingang zu finden. Über ein Tor, bei dem sich im Nachhinein herausstellte, dass es sich nicht um ein offizielles Tor handelte, konnten wir den Park, der von der Sporthochschule genutzt wird, betreten. Am Ausgang stellte sich dann heraus, dass für den Besuch des Parks eine Gebühr fällig wird. Diese Erfahrung deckt sich mit den Aussagen aus unserem Gespräch mit Adrian, der die Unzugänglichkeit vieler Parks kritisierte. 

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Eingang zum Parcul Iuliu Hațieganu.

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Eintrittspreise für den Parcul Iuliu Hațieganu.

Von dort aus führte uns unser Weg in den Nord der Stadt. Im Parcul Armătura fand dieses Jahr das Projekt Somes Delivery statt, bei dem verschiedene Kunstinterventionen, Workshops und Diskussionsrunden, die öffentliche Debatte über die Integration des Somes in das Nachbarschaftsgefüge thematisiert wurde. Für Mittwoch ist ein Rundgang mit einem der Initiatoren geplant, sodass wir morgen hoffentlich mehr berichten können. 

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Mobiliar von dem Projekt Somes Delivery.

Von dort aus sind wir weiter zum Parcul Feroviarilor gegangen. Der Park, der ehemals den Arbeiter*innen der nationalen Bahngesellschaft als Ort der Erholung diente, wurde von all unseren Interviewpartner*innen erwähnt. Für die Fläche, die – so wie wir es verstanden haben – nun wieder im Besitz der öffentlichen Hand ist, hat die Fabrica de Pensule in diversen Beteiligungsformaten die Wünsche und Anregungen der Nachbar*innen zur Neugestaltung abgefragt. 

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Wilde Bewachsung im Parcul Feroviarilor.

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