[Tag 10] Taxi Bukarest

Taxi Bukarest, rein in die Stadt! Heute verlassen wir unser Forschungslager bequem per Vierrad. Valentin Nelu ist unser erster Fahrer. Er ist trotz des zähen Stadtverkehrs schneller vor Ort, als wir mit dem Lift ins Erdeschoss brauchen und wartet bereits in seinem grauen Toyota Prius auf uns, als wir aus Haustür treten.

Bună. Bună!

Der Wagen rollt.
Roman beginnt die Unterhaltung und fragt den Fahrer, ob er den Naturpark kenne, der sich hinter dem Hügel der Asmita Gardens verbirgt. Der Fahrer bejaht “Er kenne den Park schon lange” und, dass er die Asmita Gardens oft ansteuere. Wir fragen ihn, ob er etwas dagegen hat, wenn wir die Unterhaltung aufzeichnen. “No Problem for me!”

Valentnin Nelu erzählt uns einige spannende Dinge über den Park, die wir so noch nicht gehört haben. Zum Beispiel wollte Ceausescu auf dem künstlichen See Wassersport veranstalten. Außerdem kam der 57 Jährige auf gesellschaftspolitische Themen zu sprechen und verglich die Zeit des Kommunismus mit der Heutigen.

Andrea unsere erste weibliche Fahrerin hat sich ihren Mercedes Benz frisch aus Nürnberg geholt. “Die deutschen Autos sind einfach besser” sagt sie. Erneut kommen wir auf den Vacaresti Naturpark zu sprechen und hören ihre Meinung darüber und wie man damit umgehen sollte. Auch sie kennt das Gebiet vor allem daher, da sie sehr häufig Leute zu den Asmita Gardens oder der Sun Plaza fährt.

Traian hingegen, ein weiterer Fahrer der vergangenen Tage, mit dem wir unter anderem am Parlamentspalast, dem Palatul Parlamentului, vorbeikommen, kennt den Parcul Natural Văcărești nicht. Erzählt uns aber, was er von dem Mega-Bauprojekt hält, dass sich seit 2010 neben dem Parlamentspalatz befindet und bereits beachtlich in die Höhe ragt.

Die Kathedrale der Erlösung des rumänischen Volkes!

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Das beeindruckende Bauwerk wirkt auf uns, als wolle es sich mit dem Prestigebau Nicolae Ceaușescus messen.

Wieder zuhause angekommen, fangen wir an, uns Gedanken zu machen. Große Teile des Stadt wirken als bräuchte es einer Generalüberholung, kaputte Straßen, fehlende Haltestellen, offene Leitungen, um nur ein paar Baustellen zu nennen. Dennoch finanziert der Staat lieber 50% der Baukosten für die Kathedrale.

Die “Kathedrale der Erlösung” spaltet die Nation, titelte die wienerzeitung.at. Laut dem Artikel den wir im Anschluss finden, sei eine Mehrheit von 61 Prozent der Meinung, dass der Bau ganz oder größtenteils aus Eigenmitteln der Kirche finanziert werden sollte. Die Regierung scheint jedoch anders eingestellt zu sein als die Bevölkerung, die sie eigentlich repräsentieren sollte.

Internetquelle:
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europaarchiv/399803_Die-Kathedrale-der-Erloesung-spaltet-die-Nation.html
Bildquelle:
https://a1.ro/galerie/cand-va-fi-sfintita-catedrala-manturii-neamului-va-fi-gata-mai-devreme-id736614-play1249610.html

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