Hisst die Segel!

DSC00133 Hausboote am Saaveufer

Der letzte Tag der Vorbereitungsphase führt uns auf eine Landzunge an die Save. Selbstgewerkelte Hausboote, eins größer und bunter als das Andere reihen sich dicht entlang der Uferpromenade. Auch hier liegen viele der schwimmenden Strukturen informell auf der Wasserstraße, so eine Architekturstudentin im Gespräch.

Nachdem wir aus den gestrigen Gesprächen viele Eindrücke über das vorherrschende System der Inormalität Belgrads lernen konnten und realisiert haben, dass es unzählige Spielarten und Erscheinungsformen der Informalitäten gibt, sind wir nun gespannt auf die anstehenden Expeditionen. Wir werden den öffentlichen Raum untersuchen und uns unter anderem fragen, inwieweit informelle Bauten auf den öffentlichen Raum wirken? Und welche Aufgabe die öffentliche Hand im Kontext des seit 2013 angehenden Legalisierungsprozesses hat?

Neben den diskutierten Wild City Orten die mittlerweile feststehen haben wir Erfahrenes heute aufgearbeitet um es später mit in die Expedition einzubeziehen. Ein erster grober Gesprächsleitfaden für die kommenden Tage ist entstanden, wobei hier situativ auf Orte und Nutzer eigegangen wird. Morgen steuern wir die ersten Wild-City Orte an, es geht auf die östliche Seite der Save nach Neu Belgrad. Den Platz des Navigators wird Pedrag Milici einnehmen, er selbst forscht und arbeitet im Rahmen des Shared City Projekts zur Aufwertung des öffentlichen Raumes in der Nachbarschaft Ledines.

Ein Kommentar zu “Hisst die Segel!

  1. Nils Peters

    Liebes Forschungsteam,
    Ihr beschreibt die bunten und selbstgewerkelten Hausboote am Ufer der Save.
    Da habe ich mich gefragt, wie wohl die Menschen in Belgrad auf euren Schiffsbus reagieren.

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