Wie verändert sich die Teilhabe an der Stadt der Zukunft durch digitale Technologien?

Nach der Zwischenkorrektur am 8. November setzten wir uns bereits am Vormittag zusammen, um die erarbeiteten Fragen sowie inhaltliche Schwerpunkte zu verfestigen. In Ruhe besprachen wir die vorab formulierten Fragestellungen und verfeinerten diese insofern, dass alle jene, die mit einem “Ja” oder “Nein” beantwortet werden konnten, überarbeitet wurden. Zusätzlich überlegten wir vorab, welche Antwortmöglichkeiten unser leitfadengestützter Fragebogen mit sich bringen könnte. Schnell wurde unserer Gruppe klar, dass wir zwar inhaltlich eine gute Basis geschaffen hatten, jedoch diese textlich besser aufbereitet werden sollte, um die Grundidee als solches wiedergeben zu können.

Die vage Formulierung und Unstrukturiertheit ließ sich im bearbeiteten Fragebogen wiederfinden. Auch das Gespräch mit Emilia und Andrea lief darauf hinaus, dass eine Zuspitzung des großen Überthemas (von “e-participation” zu “digitale Teilhabe in der Stadtpolitik”) benötigt wird, um konkrete Inhalte von den zu interviewenden ExpertInnen erhalten zu können.

Der Korrekturtermin war sehr hilfreich, da dabei Unsicherheiten bzgl. den Fragestellungen und des Kontextes beseitigt werden konnten sowie fachspezifischer Input dazu diente, Defizite in den Formulierungen aufzuzeigen. Da wir oftmals die Schwierigkeit hatten, Wörter zu benennen für welche breite Definitionen vorherrschen, sowie auch Gruppenintern dafür keine einheitlichen Begriffserklärungen parat hatten, trägt eine ergänzte Einführung im überarbeiteten Fragebogen dazu bei, eine gewisse allgemeingültige Ausgangsbasis zu schaffen.

Die Überarbeitung des Fragebogens erfolgte im Zuge eines Gruppentreffens am 12. November bei einer Tasse Grünen Tee. Neben einer Ergänzung in der Einleitung, die den Begriff digitale Teilhabe erörtert, konnte dabei auch eine klare Struktur – ein roter Faden – im Dokument geschaffen werden.

So lautet unsere Übergeordnete Fragestellung:

→ Wie verändert sich die Teilhabe an der Stadt der Zukunft durch digitale Technologien?

Die zuletzt festgelegten Unterkapitel wurden wie gehabt beibehalten und umfassen die folgenden Bereiche:

  1. Einstiegsfragen
  2. Digitale Teilhabe der BürgerInnen und Bürger
  3. (Stadt-)politik
  4. Privatwirtschaft

Die Einstiegsfragen dienen dazu, den Stand und Bezug des Interviewpartners zum Thema digitale Teilhabe abzurufen. Das zweite Kapitel kann als der Hauptteil erachtet werden und ist dadurch der umfangreichste Teil des Fragebogens. Dieser besteht aus drei zusammenhängenden Blöcken und stellt Fragen zu den Themen: künftige Rolle der BürgerInnen; das Erreichen/Ausschließen von BürgerInnen bei digitalen Beteiligungsprozessen; Transparenz; (benötigten) Kompetenzen von BürgerInnen vs. wirtschaftliche Akteure; stadtpolitische Maßnahmen für “fairen” Beteiligungsprozess

Im Zuge des dritten Kapitels wird die künftige Rolle des Stadtplaners/Politikers hinterfragt sowie die Veränderung der Stadtpolitik durch digitale Teilhabe. Zusätzlich sollen Themen zur Verbindlichkeit, zur Transparenz und eine mögliche Wende in der Steuerungsform (von top-down zu bottom-up) bei digitalen Beteiligungsprozessen Aufschluss über künftige Entwicklungen geben sowie neue Zukunftsperspektiven aufzeigen. Das vierte Kapitel schließt Fragen zur heutigen und künftigen Rolle der Privatwirtschaft sowie eine Offenlegung von Interessen mitein.

Katja Schwaigerlehner, Michael Masching, Hannes Schachner, Finja Callesen

Coverphoto – Quelle: http://thecharnelhouse.org/2014/06/03/le-corbusiers-contemporary-city-1925/le-corbusier/#main

 

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