Revue passieren

20170705_113700Tag 7: Es scheint von Tag zu Tag heißer zu werden und Erfrischungen haben nur für den Moment gereicht. Die hohen Bebauung, die bei uns aus belichtungstechnischen Gründen überhaupt nicht zulässig wäre, spendet genug Schatten die diesen Stadtraum auch in der Mittagshitze lebenswert macht. Wir suchten erneut unsere schon so oft passierten/ flanierten Straßen auf. Wie zum Beispiel das “Quartiere spagnoli”, das spanische Viertel, wo sich ein Großteil des Alltags auf der Straße abzuspielen scheint. Wir legten den Fokus erneut auf den sich scheinbar selbstregulierenden Straßenraum und schärften unseren Blick fürs Detail. Aus der Vogelperspektive betrachtet, hebt sich dieses Viertel vom Rest des histoischen Zentrums ab und auch in den Gassen zeichnet sich ein farbenfrohes Stadtgefüge ab. Die gewachsene Struktur lässt die vielen Winkel und Gassen nur erahnen. Dieser Teil Neapels hebt sich vor allem durch seine reiche Kunstszene von den anderen Vierteln ab. Beim flanieren der Straßen erhielten wir einen sehr privaten Einblick in diesen Mikrokosmus. Die Wohnungstüren stehen weit offen, Kinder spielen in den Gassen und der Mopedverkehr versucht sich seinen Weg zu bahnen- ein shared space der die Verantwortung von jedem einzelnen fordert und der sich auf natürliche Weise organisiert.

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