Regulierter vs. deregulierter öffentlicher Raum

Wir werden in der Forschungsarbeit einen besonderen Fokus auf den öffentlichen Straßenraum legen. Unsere täglichen Wege werden oft gar nicht bewusst wahrgenommen. Die Straße dient  in erster Linie dazu, linear von A nach B zu gelangen. Der Weg dazwischen wird überwunden und nicht erlebt. Märkte, Verkaufsstände und Spielplätze, all diese Dinge benötigen eine Genehmigung oder finden nur an definierten Orten statt. Grundsätzlich möchten wir der Frage nachgehen, ob eine Überregulierung des öffentlichen Raums uns BürgerInnen in unserer Freiheit und in unserem Recht auf Selbstverwaltung  einschränkt. Im Gegenzug möchten wir das öffentliche Leben auf der Straße in einem anderen Milieu erforschen, um möglicherweise Antworten für Wien zu erhalten. Besonders in südlichen Ländern gilt die Straße seit jeher als Interaktionsraum der Bevölkerung. Die Menschen leben förmlich auf der Straße und eignen sich den öffentlichen Raum in ganz unterschiedlichen Formen an. Entsteht dadurch eine andere Form des Zusammenlebens? Identifizieren sich die Menschen dadurch mehr mit ihrer Umgebung bzw. mit ihrem Grätzl?
Zusammenfassend handelt es sich um eine dialektische Auseinandersetzung von Wien und Neapel, um gegenseitige Rückschlüsse zu ziehen.

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