hands on // in Zeiten der Krise

„Krise: ‘Entscheidung‘, Wendepunkt, allgemeine Bezeichnung für die plötzliche Zuspitzung oder das plötzliche Auftreten einer Problemsituation, die mit den herkömmlichen Problemlösungstechniken nicht bewältigt werden kann.“ (Rammstedt 2011, S. 382)

Wir leben im Zeitalter der Krise. Alles ist Krise. Die Wirtschaft- und Finanzwelt taumelt von einer Krise in die nächste. Schuldenkrise, Regierungskrise, Eurokrise, Krisenländer. 2015 sind viele Menschen aus Krisengebieten geflüchtet. Seitdem spricht man von der Flüchtlingskrise, die durch die Ein- und Durchreise der Geflohenen entstand. Folgt man der Argumentation der Wiener SPÖ, befindet sich auch Wien in einer Krise, aus der man sich “herausinvestieren” müsse. Gibt es eine positive Sicht auf Krisen? Oder: Ist die Krise überhaupt sichtbar?

Mit der Expedition werden wir die kleinen und großen Krisen lokalisieren, präzisieren und herausfinden, ob und wie sich die vermeintliche Krise im öffentlichen Raum auswirkt. Fragen der Krisenmomente aus Wien mitnehmend, tragen wir sie auf unsere Expedition in die Welt und suchen Antworten und weitere Fragen, die sich in der (angeblich) krisenumtosten europäischen Stadt stellen.

Wenn die Krise ein Wendepunkt ist, was löst sie aus? Welche Art von Initiativen und Akteur*innen werden durch die Krise aktiviert? Welche Kräfte werden freigesetzt? Und wie verändert sich das Bild der Gesellschaft, der Lebensweisen, der Stadt und insbesondere des Öffentlichen Raumes im Zuge der Neuordnung bestehender Strukturen?

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