día siete

Nach einer abendfüllenden Vortragsreihe im Rahmen von Funding the Cooperative City-Madrid, in der sich unterschiedliche Protagonisten über urbane Handlungsfelder basierend auf selbstorganisiertem Engagement ausgetauscht haben, ist es naheliegend das hier gezeigte Projekt zu erwähnen; Autobarrios wurde 2012 von dem spanischen Kollektiv basurama in der Madrider Vorstadt San Critóbal ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Nachbarschaft wurde der verlassene Ort, unter einer Autobahnbrücke, wiederbelebt und seine Funktion neu definiert.

Im angrenzenden Park duftet das frisch abgemähte Gras. Ein kleiner Teich mit Springbrunnen ergänzt die Idylle. Zwei Pensionistinnen üben sich am Freiluft-Hometrainer, pausieren aber gelegentlich um sich weiter zu unterhalten. Ich erwecke das Interesse zweier Kinder, Linda (10) und Juliano (8). Das Mädchen spricht gebrochen Deutsch und mit dem Mix aus meinem gebrochenen Spanisch kommen wir ins Gespräch. Die Familie komme aus Serbien und die kurze Zeit, die sie in Deutschland verbracht haben, war nicht gut, erzählt sie mir. Hier in Madrid lebt sie mit ihren Eltern und den zehn Geschwistern in einer Wohnung. In die Schule geht sie nicht gerne, da gäbe es viele Konflikte. Dankbar lass ich mir den Weg zur nächsten Metro-Station zeigen, der mich entlang einer stark befahrenen Straße führt.

Ein Kommentar zu “día siete

  1. helene.hrubicek

    liebe klara, liebe Helene!!!
    wie spannend und interessant euer Blog doch ist…ich bekomme das Gefühl mit zu wandern….wenn ich auf meiner couch liege und das lese…die Augen schließe…dann erreichen mich innerlich die Farben und die Gerüche des Südens!!!
    danke und bitte weiter so, die Reise ist noch nicht zu Ende!
    eine Frage:wo,bitte,sind die fahrradfahrenden madrider? gibt es dafür noch Platz zwischen manares, autobahnen und graswegerl? oder lieben die madrider eher “Stier statt Drahtesel??”

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