Kartografie des Übrigen

Geht es überbaut um Potential? Ging es jemals um Potential im öffentlichen Raum? Das Potential von Resträumen ist jeglicher Diskussion überflüssig, entstehen doch in solchen Räumen die ungewöhnlichsten, merkwürdigsten, besondersten Orte einer Stadt.

Unentdeckt, unbeachtet, seltsam, übrig geblieben – der Rest in einer Stadt.
Wo findet sich dieser? Gibt es da Zusammenhänge? Gibt es eine Taktik sie zu finden?
Ich stelle die Hypothese auf, dass sie vornämlich an Bruchstellen vorkommen.
Was ist nun eine Bruchstelle? Eine Stadt wächst und verändert sich stetig. Durch Veränderung wird vieles vormals Gebräuchliches obsolet. An Bruchstellen lässt sich diese Veränderung ablesen.
Umbrüche – gesellschaftlich, politisch, Mobilität, Städteplanung, Technik, Architekturstile etc. betreffend.
Angleichung von Straßenniveaus für Straßenbahnen, Bau von U-Bahnen, biedermeierliche Stadtstruktur trifft auf gründerzeitliche, gründerzeitliche auf moderne Stadt, Bevölkerungsexplosionen, politische Umbrüche, Öffnung vormals privater Grundstücke, Regulierung von Flüssen etc.

Das was sich findet wird akribisch kartografiert/dokumentiert – mit unterschiedlichsten Methoden.
Lassen sich Zusammenhänge erkennen?
Ergibt sich daraus ein Glossar über Typologien von übrigen Orten?

Ein Kommentar zu “Kartografie des Übrigen

  1. DI Erich Streichsbier

    Wieso sollte man denn diese Orte aufsuchen und finden? Was ist denn das Wertvolle, Bereichernde an diesen Orten? (Ich bin überzeugt, dass es das gibt) Wenn diese Orte Gemeinsamkeiten haben oder man Typologien findet: Was würde eine Stadt wien Wien denn damit beginnen? Sollten solche Orte geschützt oder ausgenutzt werden? Zu welchem Zweck? Das müsste klar herausgearbeitet werden.

    In der MA 19 gibt es eine Studienreihe “Neuinterpretation öffentlicher Raum”, die sich mit dem Aufspüren verschütteter Potenzial beschäftigt. Vielleicht möchtest Du Dir mal eine ansehen?

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