LEHREN UND LERNEN

archdiploma 2017

Die archdiploma jährt sich diesen Herbst zum zehnten Mal. Initiiert wurde die Ausstellung vom damaligen Dekan Klaus Semsroth mit dem Anspruch Produktion und Aktivitaet der Fakultaet für Architektur und Raumplanung im Bereich Abschluss sichtbar zu machen und dieses Sichtbar-Machen als Anlass zu nutzen, um einen Dialog über Architektur und Planung über die Fakultät hinaus mit einer erweiterten (Fach-) Öffentlichkeit zu führen.

archdiploma 2017

Workshoptag im Mobilen Stadtlabor, Foto: Teresa Morandini

Archdiploma als Format folgt mit dem Anspruch der Öffnung sowie den dazugehörigen Bausteinen Katalog, Webseite und Veranstaltungsprogramm zwar einer wiederkehrenden Logik, wird biennal allerdings von der jeweiligen KuratorInnenschaft ausgerichtet und konzeptioniert. Das kuratorische Konzept wird damit zur Repräsentation einer ‚Ideologie‘ und ‚Position‘ der AusstellungsmacherInnen selbst, die einen inhaltlichen Spot richten und damit die Ansprüche an den Raum, die Inhalte, den Charakter der Ausstellung sowie den Diskussionsstoff definieren.
Im Jahr 2017 positionieren die KuratorInnen Thomas Amann, Alexander Hagner, Teresa Morandini und Kurt Weninger die Abschlussarbeit als Bindeglied zwischen Studium und Beruf. Welche Qualitäten müssen an einer Universität vermittelt, welche Freiräume gelassen werden vor dem Hintergrund einer beruflichen Praxis, die Architektur und Planung ganz unmissverständlich als politische und gesellschaftliche (Raum-)Produktion versteht? Rund um Fragestellungen wie diese machen die KuratorInnen den Auswahlprozess jener Arbeiten, die letztlich aus 777 in zwei Jahren abgeschlossenen Diplomen, in der Ausstellung gezeigt werden zum Fokus der Archdiploma 2017.

Ein wesentlicher Aspekt der archdiploma ist ihre Relevanz als Orientierung und Benchmark für Studierende der Studienrichtungen Architektur und Raumplanung: Was ist möglich? Wie machen das andere? Bei welchem/welcher Betreuer/in ist was möglich und wie unterscheidet sich eine Diplomarbeit von (Entwurfs-)Übungen? Nicht zuletzt aufgrund dieser hohen Bedeutung für Studierende, wird die Ausstellung als Aufgabe dieses Jahr zum Gegenstand der Lehre. Während die LehrveranstaltungsteilnehmerInnen im Wintersemester gemeinsam mit den KuratorInnen der Frage nachgegangen sind, welche denn die wesentlichen Kriterien sind, nach denen die auszustellenden Arbeiten entsprechend des diesjährigen Fokuses ausgewählt werden sollen, widmen sich die Studierenden im Sommersemester 2017 nun dem Raum archdiploma.